US-Präsident Trump hat die EU mit seinen neuen Zolldrohungen zittern lassen. Ifo-Ökonom Andreas Baur rät künftig zu Gelassenheit. Er sieht eine Chance in Abkommen wie dem Mercosur-Deal.
Stand: 22.01.2026, 17:51 Uhr
Von: Nils Thomas Hinsberger
KommentareDruckenTeilen
US-Präsident Trump hat die EU mit seinen neuen Zolldrohungen zittern lassen. Ifo-Ökonom Andreas Baur rät künftig zu Gelassenheit. Er sieht eine Chance in Abkommen wie dem Mercosur-Deal.
Davos – Der US-Präsident versteht es, die europäischen Partner zittern zu lassen. Im Streit um Grönland hatte Donald Trump zuletzt zusätzliche Zölle auf mehrere EU- und Nato-Staaten angekündigt. Doch nach seinem Besuch auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos und einem „sehr produktiven Treffen“ mit Nato-Generalsekretär Mark Rutte kündigte der Republikaner auf seiner Plattform Truth Social an, die Handelsrestriktionen zurückzuziehen.
Für die Partner der USA heißt das erst einmal aufatmen. Aber mit Blick auf die Unberechenbarkeit des US-Präsidenten sollten sich die Staats- und Regierungschefs dringend Gedanken darüber machen, wie man künftig auf die Drohungen aus Washington reagieren will.
Die schwierige Beziehung zwischen Europa und den USA macht Andreas Baur, Stellvertretender Leiter des Zentrums für Außenwirtschaft am Münchner Ifo-Institut, an dem eigentlich geschlossenen Deal zwischen den Vereinigten Staaten und der EU fest. „Den im vergangenen Sommer mit den USA abgeschlossenen Handelsdeal hat die EU-Kommission damit begründet, dass auf diese Weise Vorhersehbarkeit und Stabilität in den transatlantischen Wirtschaftsbeziehungen wieder gewährleistet seien“, sagte Baur auf Anfrage von Ippen.
Start
Deutschland
Deutschland — in German „Letztlich eine Illusion“ – Was die EU aus Trumps Zoll-Rückzieher lernen muss