Eine kritische Rede des Bundessprechers Meuthen sorgt in Teilen der AfD für viel Unmut. Auf ihrem Bundesparteitag debattieren die Delegierten leidenschaftlich einen Antrag, Meuthen zu rügen. Der scheitert zwar knapp, doch entschieden ist der Konflikt damit nicht.
Eine kritische Rede des Bundessprechers Meuthen sorgt in Teilen der AfD für viel Unmut. Auf ihrem Bundesparteitag debattieren die Delegierten leidenschaftlich einen Antrag, Meuthen zu rügen. Der scheitert zwar knapp, doch entschieden ist der Konflikt damit nicht. Die mehr als 500 Delegierten auf dem AfD-Parteitag im nordrhein-westfälischen Kalkar haben sich einen heftigen Schlagabtausch um eine umstrittene Rede des AfD-Bundessprechers Jörg Meuthen geliefert. Ein schon vor der Rede vom Freiburger AfD-Stadtrat Dubravko Mandic eingebrachter Antrag forderte, Meuthens Gebaren als spalterisch zu verurteilen. Dieser Antrag war am Sonntag Grundlage eines über zwei Stunden teils lautstark ausgetragenen Streits zwischen den Gegnern und Unterstützern Meuthens. Meuthens Rede am Vortag hatte die Verabschiedung des ersten AfD-Rentenkonzepts überschattet. Er hatte das « enthemmte » Auftreten der Bundestagsfraktion in der Corona-Debatte sowie Bündnisse mit der Querdenker-Bewegung scharf kritisiert – ein direkter Angriff auch auf die Fraktionsvorsitzenden Alexander Gauland und Alice Weidel. Zudem hatte der AfD-Europaabgeordnete noch einmal den Rauswurf von Andreas Kalbitz verteidigt und insgesamt mehr Disziplin von der Partei gefordert, um einen weiteren Umfrageabsturz abzuwenden.