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Biontech will mehr Corona-Impfstoff an die EU liefern: Firmenchef kritisiert EU-Strategie

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Der Corona-Impfstart läuft in Deutschland holprig an. Nun haben sich die Biontech-Chefs zur Ausweitung der Produktion geäußert.
Der Corona-Impfstart läuft in Deutschland holprig an. Nun haben sich die Biontech-Chefs zur Ausweitung der Produktion geäußert. Update vom Samstag,02.01.2021,14.50 Uhr: Eine Medizinerin der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina wirft der Bundesregierung „grobes Versagen“ bei der Beschaffung von Corona-Impfstoff vor. „Warum hat man im Sommer nicht viel mehr Impfstoff auf Risiko bestellt?“, fragt Frauke Zipp. Vor kurzem habe es offizielle Totengedenken gegeben, jetzt fordere man Geduld ein, kritisiert die Neurologin. Wenn genügend Corona-Impfstoff vorhanden sei, könne man 60 Prozent der Bevölkerung in zwei bis drei Monaten durchimpfen, erklärte sie gegenüber der Zeitung „Die Welt“. +++ 20.01 Uhr: Der Corona-Impfstoff des Mainzer Unternehmens Biontech wird seit einigen Tagen in der EU geimpft, der Impfstoff ist begehrt und knapp. Unter Experten gibt es bereits Diskussionen, ob man die zweite Impfung verschieben könnte, um so mehr Impfkapazitäten zu bekommen. Nun will Biontech mehr Impfstoff als geplant an die Europäische Union liefern. Das Unternehmen befinde sich „in fortgeschrittenen Diskussionen, ob und wie wir weitere Impfstoffdosen aus Europa für Europa in diesem Jahr zur Verfügung stellen können“, erklärte Unternehmenschef Ugur Sahin gegenüber der Nachrichtenagentur dpa. „Wir arbeiten mit der EU zusammen, um unsere Produktionskapazitäten weiter auszubauen und zusätzliche Impfstoffdosen bereitstellen zu können.“ In dieser Woche sei mit der EU-Kommission vereinbart worden, weitere 100 Millionen Impfstoffdosen zu liefern. Dabei wurde eine im EU-Rahmenvertrag ohnehin vereinbarte Option gezogen: Fest bestellt waren zunächst 200 Millionen Dosen des Biontech-Impfstoffs mit der Möglichkeit zum Kauf von 100 Millionen weiteren Einheiten. Diese Erweiterung wurde vor einigen Tagen vertraglich vereinbart, nachdem die EU-Staaten entsprechenden Bedarf angemeldet hatten. Wie schnell nun ein Vertrag zu darüber hinausgehenden Lieferungen zustande kommen könnte und um welche Mengen es geht, wollte eine Unternehmenssprecherin auf Nachfrage noch nicht sagen. Update vom Freitag,1.1.2020,10.31 Uhr: Der Impfstoff-Hersteller Biontech aus Mainz arbeitet nach eigenen Angaben unter Hochdruck daran, die Produktionskapazitäten für den Impfstoff gegen das Coronavirus auszuweiten. „Momentan sieht es nicht rosig aus, es entsteht ein Loch, weil weitere zugelassene Impfstoffe fehlen und wir mit unserem Impfstoff diese Lücke füllen müssen“, sagte Biontech-Chef Ugur Sahin, der zusammen mit seiner Frau Özlem Türeci das Unternehmen führt, dem „Spiegel“. Deutschland werde aber „genug Impfstoff bekommen“. Sahin verspricht mehr Planungssicherheit: „Ende Januar haben wir Klarheit, ob und wie viel wir mehr produzieren können.“ Laut Spiegel-Bericht hatten sich die USA im Juli 600 Millionen Dosen von Biontech gesichert, doppelt so viele wie die EU.

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