Der britische Seenotrettungsdienst hat wegen der Hilfsaktionen für Flüchtlinge im Ärmelkanal teils heftige Kritik auf sich gezogen. Jetzt bezogen die Briten Stellung: mit einer regelrechten Spendenflut.
Die Briten haben in der Diskussion um den nationalen Seenotrettungsdienst RNLI überraschend klar Stellung bezogen. Nach heftigen Diskussionen um die Rettung von Flüchtlingen im Ärmelkanal war das Spendenaufkommen am Mittwoch um 2000 Prozent gestiegen. Insgesamt gingen nach Angaben der Organisation mehr als 200.000 britischen Pfund ein – normalerweise sind es allenfalls 6000 bis 7000 Pfund pro Tag. Jayne George, die für das Sammeln von Spenden verantwortliche Direktorin des RNLI, sprach von einem überwältigenden Vertrauensbeweis in den vergangenen Tage.