Satellitenbilder legen nahe, dass Russland nuklearfähige Oreschnik-Raketen in Belarus stationiert. Experten werten dies als Signal an die NATO.
Stand: 27.12.2025, 19:08 Uhr
Von: Max Nebel
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Satellitenbilder legen nahe, dass Russland nuklearfähige Oreschnik-Raketen in Belarus stationiert. Experten werten dies als Signal an die NATO.
Krytschau/Minsk – Russland stationiert nach Einschätzung westlicher Fachleute offenbar neue nuklearfähige Hyperschallraketen auf dem Gebiet von Belarus. Hinweise aus offenen Quellen sprechen dafür, dass dafür ein ehemaliger Militärflugplatz im Osten des Landes genutzt wird. Beobachter sehen darin eine bewusste Machtdemonstration Moskaus in Zeiten des Ukraine-Kriegs und eine weitere Zuspitzung der sicherheitspolitischen Lage in Europa.
Die maßgebliche Grundlage der Einschätzung liefern Recherchen von Reuters. Demnach haben die US-Experten Jeffrey Lewis vom Middlebury Institute of International Studies und Decker Eveleth von der Denkfabrik CNA aktuelle Satellitenbilder des Anbieters Planet Labs ausgewertet. Eine mit den Vorgängen vertraute Person sagte gegenüber der genannten Nachrichtenagentur, die Analyse decke sich „weitgehend mit den Erkenntnissen der US-Geheimdienste“.
Nach Angaben von Reuters identifizierten die Forscher den früheren Flugplatz Krytschau-6, rund 307 Kilometer östlich von Minsk und wenige Kilometer von der russischen Grenze entfernt, als wahrscheinlichen Stationierungsort.
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Deutschland — in German Experten warnen: Russland stationiert Oreschnik-Hyperschallraketen in Belarus