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Grönland: ++ „Kein Kommentar“, sagt Trump über möglichen Militäreinsatz – Dänemark schlägt Nato-Mission vor ++ Liveticker

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Dänemark und Grönland haben eine Nato-Mission für die Arktisinsel vorgeschlagen. Vertreter der Länder erklärten dies nach einem Treffen mit Nato-Generalsekretär Rutte. Alle Entwicklungen lesen Sie in unserem Liveticker.
US-Soldaten sollen seit 2025 gezielt Informationen über Grönlands Verteidigungsanlagen gesammelt haben. Dänische Behörden vermuten, dass die USA eine Invasion planten. „Man hat gezielt versucht, Menschen der dänischen Administration anzusprechen“, berichtet WELT-Reporter Max Hermes.
Dänemark und Grönland haben eine Nato-Mission für die Arktisinsel vorgeschlagen. Vertreter der Länder erklärten dies nach einem Treffen mit Nato-Generalsekretär Rutte. Alle Entwicklungen lesen Sie in unserem Liveticker.
US-Präsident Donald Trump will sich nicht dazu äußern, ob er zur Übernahme Grönlands militärische Gewalt einsetzen ‍würde. Auf die Frage, ob er Gewalt anwenden würde, um die zu Dänemark gehörende Insel in Besitz zu nehmen, antwortete Trump in einem kurzen ⁠Telefoninterview mit dem Sender ⁠NBC News: „Kein Kommentar“. Trump hatte am Samstag angekündigt, zehn Prozent zusätzliche Einfuhrzölle auf Waren aus etlichen europäischen Ländern, darunter Deutschland, zu erheben, solange die Europäer den ‍Kauf Grönlands durch die USA verhindern. ‍Auf die Frage, ob er diesen Kurs durchziehen werde, ⁠sagte der US-Präsident dem Sender: „Ich werde -– 100-prozentig.“ Europa sollte sich eher auf den Ukraine-Krieg ‍fokussieren – nicht auf ⁠Grönland, ‌fügte der Republikaner ‌hinzu.
21:43 Uhr – Von der Leyen verlangt bei Treffen mit US-Abgeordneten Achtung der Souveränität Grönlands EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen verlangt bei einem Treffen mit US-Kongressmitgliedern am Rande der Jahrestagung des Weltwirtschaftsforums in Davos die Achtung der Souveränität Grönlands und Dänemarks. „Dies ist für unsere transatlantischen Beziehungen von größter Bedeutung“, erklärte von der Leyen nach der Zusammenkunft mit einer parteiübergreifenden Delegation des US-Kongresses am Montag in Onlinenetzwerken. Die EU sei weiterhin bereit, „eng mit den Vereinigten Staaten, der Nato und anderen Verbündeten sowie in enger Kooperation mit Dänemark zusammenzuarbeiten, um unsere gemeinsamen Sicherheitsinteressen voranzubringen“. Die von US-Präsident Donald Trump angedrohten Strafzölle stünden „den gemeinsamen Interessen“ der EU und der USA entgegen, betonte die EU-Kommissionspräsidentin. US-Finanzminister Scott Bessent warnt die Europäische Union. Von Journalisten in Davos auf mögliche „Vergeltungsmaßnahmen“ der EU angesprochen, sagte er: „Ich denke, das wäre sehr unklug.“ Zudem sagte er: „Ich denke, jeder sollte den Präsidenten bei seinem Wort nehmen.“ 18:57 – Rutte: Nato will mit Dänemark und Grönland zusammenarbeiten Die Nato will bei der Sicherheit in der Arktis weiter mit Dänemark und Grönland zusammenarbeiten. Das sagte Generalsekretär Mark Rutte. Man habe besprochen, wie wichtig die Arktis – einschließlich Grönland – für die gemeinsame Sicherheit sei und wie Dänemark seine Investitionen dafür erhöhe, schrieb Rutte auf X. „Wir werden weiter als Verbündete in diesen wichtigen Fragen zusammenarbeiten.“ Dänemark und Grönland schlagen eine Nato-Mission für das arktische Autonomiegebiet vor. Dies sagte der dänische Verteidigungsminister Troels Lund Poulsen im Beisein der grönländischen Außenministerin Vivian Motzfeldt nach einem Gespräch mit Nato-Generalsekretär Mark Rutte. „Wir haben es vorgeschlagen, der Generalsekretär hat davon Kenntnis genommen und wir denken, wir können nun – hoffentlich – den Rahmen bestimmen, in dem das konkretisiert werden kann“, sagte Poulsen.
18:16 Uhr – Grönland-Demonstranten machen sich über Trumps Wahlkampfslogan lustig Rote Baseballkappen, die sich über den Wahlkampfslogan von US-Präsident Donald Trump lustig machen, sind zum Symbol des Widerstands gegen seine Grönland-Pläne geworden. Däninnen und Dänen und Grönländerinnen und Grönländer tragen bei ihrem Protest gegen die Androhung Trumps, die zu Dänemark gehörende Insel Grönland einzunehmen, Kappen mit dem Schriftzug „Make America Go Away“. Das ist eine Anspielung auf Trumps Slogan „Make America Great Again“. Die Beliebtheit der „Make America Go Away“-Kopfbedeckung war unter anderem am Wochenende in Kopenhagen zu beobachten. „Ich will meine Unterstützung für Grönland zeigen und auch zeigen, dass ich den Präsidenten der Vereinigten Staaten nicht mag“, sagte der 76-jährige Kopenhagener Lars Hermansen bei einem Protest am Samstag. Die Hüte mit dem Protestslogan gegen Trump wurden von Jesper Rabe Tonnesen entworfen, dem Inhaber eines Geschäfts für Vintage-Kleidung in der dänischen Hauptstadt. Im vergangenen Jahr waren die Kappen noch ein Ladenhüter, doch nachdem Trump seine Rhetorik wegen Grönland verschärft hat, sind die Baseballkappen zunehmend häufig zu sehen.
Kanada zieht Insidern zufolge die Entsendung eines kleinen Truppenkontingents für Nato-Übungen nach Grönland in Betracht. Das Militär habe der Regierung entsprechende Pläne vorgelegt und warte nun auf eine Entscheidung von Premierminister Mark Carney, sagt eine mit der Angelegenheit vertraute Person. Carney muss zwischen der Solidarität mit europäischen Verbündeten und dem Verhältnis zu US-Präsident Donald Trump abwägen. 17:51 Uhr – Kallas: EU hat kein Interesse an Streit Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas warnt die USA im Streit um Grönland vor der Verhängung von Strafzöllen. „Souveränität ist kein Handelsgut“, schreibt sie auf der Plattform X. „Wir haben kein Interesse daran, einen Streit anzufangen, aber wir werden unsere Position behaupten.

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