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Ukraine-Krieg: ++ Tote bei russischem Angriff auf Passagierzug ++ Liveticker

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Nato-Generalsekretär Mark Rutte schließt aus, dass Europa sich in absehbarer Zeit ohne Hilfe der USA verteidigen kann. Die Trump-Regierung ‍knüpft Sicherheitsgarantien für die Ukraine einem Zeitungsbericht zufolge an einen Gebietsverzicht. Mehr im Liveticker.
Russland hat einen Passagierzug im Osten der Ukraine mit Drohnen angegriffen. Mindestens vier Menschen wurden nach Behördenangaben getötet. Selenskyj ist offenbar zu einem persönlichen Treffen mit Putin bereit. Mehr im Liveticker.
Russland hat nach eigenen Angaben im Januar ‍in der Ukraine bislang 17 Ortschaften erobert und mehr als 500 Quadratkilometer unter seine Kontrolle gebracht. Dies teilt Generalstabschef Waleri Gerassimow mit. Der ukrainische Präsident Selenskyj ist laut einer ukrainischen Zeitung bereit, sich mit Putin zu treffen.
Alle Ereignisse rund um den Krieg in der Ukraine und die internationale Sicherheitspolitik im Liveticker:
Bei einem Drohnenangriff auf einen Passagierzug im Gebiet Charkiw im Osten der Ukraine sind laut Präsident Wolodymyr Selenskyj mindestens vier Menschen getötet worden. Nach vier weiteren werde noch gesucht, zwei seien verletzt worden, schrieb Selenskyj in sozialen Medien. „Es gibt und es kann keine militärische Rechtfertigung geben, um Zivilisten in einem Zugwaggon zu töten“, sagte er und warf Russland „Terrorismus“ vor.
Selenskyj zufolge waren mehr als 200 Passagiere in dem angegriffenen Zug. Zuvor hatte der ukrainische Minister für Regionalentwicklung, Olexij Kuleba, von 291 Passagieren gesprochen, die regionale Staatsanwaltschaft sprach von mehr als 155 Passagieren. Drei Drohnen der ursprünglich iranischen Bauart Schahed schlugen Kuleba zufolge vor der Lokomotive und in einem Passagierwaggon ein. Der Zug war demnach auf der Strecke Barwinkowe-Lwiw-Tschop in Richtung Westen unterwegs.
Acht Männer, die in Russland wegen der Explosion auf der Krim-Brücke 2022 zu lebenslanger Haft verurteilt wurden, haben in einem gemeinsamen Brief ihre Freilassung gefordert. In dem von der Menschenrechtsorganisation Memorial veröffentlichten Schreiben beteuern sie ihre Unschuld und erklärten, sie hätten nichts von den Anschlagsplänen gewusst. Man habe sie zu „einem langsamen Tod in den Betonkäfigen der russischen Gefängnisse“ verurteilt. Die russische Justiz hatte die Männer im November schuldig gesprochen, an einem Bombenanschlag auf die strategisch wichtige Brücke beteiligt gewesen zu sein, bei dem fünf Menschen starben.
Angesichts globaler Krisen haben Wissenschaftler die „Weltuntergangsuhr“ erstmals auf 85 Sekunden vor Mitternacht gestellt und damit näher an den symbolischen Abgrund als je zuvor. Als Gründe nannten die Forscher des „Bulletin of the Atomic Scientists“ unter anderem das aggressive Verhalten der Atommächte Russland, China und USA, die Klimakrise, die Kriege in der Ukraine und im Nahen Osten sowie diverse Risiken durch Künstliche Intelligenz.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj ist nach Angaben von Außenminister Andrij Sybiha zu einem persönlichen Treffen mit Russlands Präsident Wladimir Putin bereit, um in den Friedensgesprächen die beiden „sensibelsten“ Streitpunkte zu klären: die Territorialfrage und die künftige Kontrolle über das Atomkraftwerk Saporischschja. Das sagte Sybiha im Interview mit der ukrainischen Zeitung „Jewropejska Prawda“. Zugleich betonte er, dass er keinen Bedarf für ein eigenes Treffen mit Russlands Außenminister Sergej Lawrow sehe, da es bereits verhandlungsführende Teams gebe. Bei den Gesprächen seien unterdessen konkrete Fragen etwa zu Waffenruhe-Parametern diskutiert worden.
Vierzehn europäische Länder haben angekündigt, die Ostsee für die sogenannte russische Schattenflotte zu schließen. In einer vom britischen Regierungssitz veröffentlichten gemeinsamen Erklärung warnen sie, dass Tanker, die ihre Herkunft verschleiern – etwa durch Flaggenwechsel, abgeschaltete Transponder oder fehlende Dokumente – als staatenlose Schiffe gelten und ohne rechtliche Risiken festgesetzt werden können. Unterzeichnet wurde die Erklärung von Belgien, Dänemark, Estland, Finnland, Frankreich, Deutschland, Island, Lettland, Litauen, den Niederlanden, Norwegen, Polen, Schweden und Großbritannien.
Russische Unterhändler sollen hinter den Kulissen ihre bislang harte Position bei den Gesprächen abschwächen. Das berichtet der „Kyiv Independent“ unter Berufung auf US-Beamte. Ein ukrainischer Regierungsvertreter dämpfte jedoch die Hoffnung und erklärte, die US-Seite bewerte die Treffen sehr schlicht und deute bereits einfache Höflichkeit als „positives Zeichen“, ohne dass dies zwangsläufig auf inhaltliche Zugeständnisse hindeute.
Angesichts der angespannten Energie- und Heizlage hat die Stadt Kiew in einzelnen Wohnhäusern die Warmwasserversorgung eingeschränkt, um Kapazitäten für die Wiederherstellung der Heizung freizumachen. Die Stadtverwaltung verwies auf technische Schwierigkeiten bei niedrigen Temperaturen. Zugleich sorgt ein Vorschlag aus der Lokalpolitik für Empörung: Der Energieexperte Hennadij Rjabzew kritisierte die Überlegungen der Bezirksverwaltung, im Notfall Sickergruben auszuheben. Er sagte gegenüber der Nachrichtenagentur Unian, man müsse den Verantwortlichen selber „in diese Sickergrube stecken“. Stattdessen forderte er den Einsatz autonomer Generatoren und erklärte, wer keine realistischen Lösungen habe, müsse „noch heute zurücktreten“.

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