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Ukraine-Krieg: Tote und Verletzte durch russische Luftangriffe

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Bei russischen Angriffen in der Region Kiew sind nach ukrainischen Angaben zwei Menschen getötet worden. | TAG24
Ukraine – Bei russischen Angriffen in der Region Kiew sind nach ukrainischen Angaben zwei Menschen getötet worden.
Ein Mann und eine Frau seien bei den Angriffen auf das Dorf Bilohorodkagetötet worden, erklärte der Leiter der Militärverwaltung der Region Kiew, Mykola Kalaschnyk, am Mittwochmorgen im Onlinedienst Telegram.
Vier weitere Menschen seien medizinisch versorgt worden.
Am Dienstag hatten russische Angriffe auf die Ukraine nach Angaben aus Kiew mindestens zwölf Menschen getötet. Fünf Menschen verloren bei einem Drohnenangriff auf einen Zug in Charkiw ihr Leben.
Die Attacken würden die derzeit laufende Diplomatie « untergraben », erklärte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) im Onlinedienst Telegram.
Alle relevanten Informationen zum aktuellen Geschehen in der Ukraine und Russland gibt es hier im TAG24-Newsticker.
Durch russische Drohnenangriffe sind in der Ukraine nach Behördenangaben an mehreren Orten Zivilisten getötet oder verletzt worden.
In der Gemeinde Bilohorodka westlich von Kiew sei ein Elternpaar getötet worden, teilte die nationale Polizei auf Telegram mit. Das vierjährige Kind des Paares musste demnach verletzt behandelt werden. Daneben habe es drei weitere Verletzte gegeben.
Im südlichen Gebiet Dnipropetrowsk wurde ein Mann getötet. Sieben Menschen wurden verletzt, wie Militärgouverneur Olexander Hanscha mitteilte. Auch Odessa am Schwarzen Meer wurde die zweite Nacht in Folge attackiert.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj ist laut seinem Außenminister bereit, mit Blick auf ein Ende des russischen Angriffskriegs direkt mit Kremlchef Wladimir Putin über heikle Fragen zu verhandeln.
Im Ringen um eine Friedenslösung seien die sensibelsten Fragen noch nicht geklärt, sagte Chefdiplomat Andrij Sybiha in einem Interview mit dem ukrainischen Portal « Jewropejska Prawda ». Dabei gehe es um Gebietsfragen und das russische besetzte Atomkraftwerk in Saporischschja. Um diese Fragen zu klären, sei Selenskyj bereit, sich mit Putin zu treffen, sagte Sybiha.
Bei einem Drohnenangriff auf einen Passagierzug im Gebiet Charkiw im Osten der Ukraine sind laut Präsident Wolodymyr Selenskyj mindestens vier Menschen getötet worden.
Nach vier weiteren werde noch gesucht, zwei seien verletzt worden, schrieb Selenskyj in sozialen Medien. « Es gibt und es kann keine militärische Rechtfertigung geben, um Zivilisten in einem Zugwaggon zu töten », sagte er.
In jedem Land würde ein solcher Angriff als Terrorismus gewertet werden, schrieb Selenskyj auf der Plattform X. Er forderte mehr Druck auf Russland und dass es für seine Taten bestraft werden müsse. Auch in seiner abendlichen Videobotschaft verlangte er mehr Druck auf die russische Ölindustrie, mit der Moskau seinen Angriffskrieg finanziert.
Viele Menschen in Russland sehen sich einer Umfrage zufolge von ausländischen Feinden umzingelt, während sie ihr eigenes Land als Opfer betrachten.
Dies sei eine Folge der unablässigen antiwestlichen Propaganda, sagte der russische Soziologe Lew Gudkow vom unabhängigen Lewada-Zentrum Moskau in Berlin bei der Vorstellung seiner Ergebnisse.
Im Auftrag der deutschen Sacharow-Stiftung hat das in Russland als Auslandsagent eingestufte Institut die Weltsicht der Russen nach vier Jahren Ukraine-Krieg erforscht. In den mehr als 30 Jahren seit dem Ende der Sowjetunion habe Russland nur sechs Jahre lang keinen Krieg geführt, sagte Gudkow. Er sprach von einer « Militarisierung des Bewusstseins ».
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat ungeachtet der teils verbreiteten Skepsis in europäischen Staaten die Forderung nach einer EU-Mitgliedschaft für sein Land schon 2027 bekräftigt.
« Der Beitritt der Ukraine zur Europäischen Union ist eine der wichtigsten Sicherheitsgarantien nicht nur für uns, sondern für ganz Europa », teilte Selenskyj nach einem Telefonat mit dem österreichischen Bundeskanzler Christian Stocker mit. « Denn die gemeinsame Stärke Europas ist insbesondere auch dank der ukrainischen Beiträge in den Bereichen Sicherheit, Technologie und Wirtschaft möglich. »
Obwohl es bisher keine Aussicht auf einen beschleunigten EU-Beitritt für die Ukraine gibt und die Verfahren in der Regel langwierig sind, betonte Selenskyj, dass er auf die Unterstützung der Partner setze. Bei den Verhandlungen über eine Beendigung des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine pocht er immer wieder auf Sicherheitsgarantien. Hier sieht Selenskyj vor allem die USA am Zuge, die auch zwischen Ukrainern und Russen vermitteln.
Laut Bericht der « Financial Times » bindet die Trump-Regierung etwaige Sicherheitsgarantien an die Aufgabe von Territorium durch die Ukraine an Russland.
Die USA sollen der Ukraine dementsprechend auch mehr Waffen für die Zeit nach einem möglichen Waffenstillstand zugesichert haben. Die Sicherheitsgarantien für die Ukraine sollen denen nach Artikel 5 der Nato entsprechen.
Dafür soll Kiew sich jedoch aus dem Gebieten der Regionen Donezk und Luhansk zurückziehen, die es weiterhin kontrolliert. Für Präsident Wolodymyr Selenskyj ist das eine rote Linie. Auch die ukrainische Bevölkerung spricht sich in Umfragen immer wieder gegen die Aufgabe von Territorium aus.
Ukrainische Politiker und Militärs haben durch die erastische Politik zudem Zweifel, dass Washington seinen Teil der Sicherheitsgarantien erfüllen würde, falls Russland den Waffenstillstand erneut brechen sollte.
Bei einem russischen Drohnenangriff sind in der ukrainischen Hafenstadt Odessa am Schwarzen Meer nach Behördenangaben drei Menschen getötet worden. Der Chef der Stadtverwaltung, Serhij Lyssak, berichtete auf Telegram zudem von 25 Verletzten.
Es seien mehrere Wohnblocks und Einfamilienhäuser, ein Infrastrukturobjekt und eine Kirche im Stadtzentrum beschädigt worden. Nachts habe es mehrere Brände gegeben, teilte Lyssak mit. Rettungskräfte bargen Menschen, die in den beschädigten Häusern eingeschlossen waren.
Selenskyj traf sich in Kiew auch mit seiner Delegation, die am Freitag und Samstag unter US-Vermittlung in Abu Dhabi direkte Verhandlungen mit der russischen Seite geführt hatte.
« Nach langer Zeit gab es wieder ein Treffen mit den Amerikanern und Russen. Wir haben verschiedene Fragen eher militärischer Natur besprochen – Maßnahmen zur Beendigung des Krieges », sagte Selenskyj. Dabei sei es auch um die Kontrolle und Überwachung eines möglichen künftigen Waffenstillstands gegangen, sagte er.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat angesichts der massiven Schäden an der Energieinfrastruktur durch die russischen Angriffe die Flugabwehr zu einem besseren Schutz der Anlagen aufgefordert.
« Die Führung der Luftstreitkräfte muss beim Schutz deutlich schneller reagieren », sagte Selenskyj in seiner abendlichen Videobotschaft. Er habe dies bei einem Treffen mit dem Verteidigungsminister und den Kommandeur der Luftstreitkräfte erklärt. Im ganzen Land gibt es massive Strom- und Heizungsausfälle.
Nato-Generalsekretär Mark Rutte (58) appelliert an das Europaparlament, in den Verhandlungen über das neue riesige EU-Darlehen für die Ukraine keine allzu strengen Auflagen für die Verwendung der Mittel zu verlangen.
Er rate nachdrücklich dazu, der Ukraine einen flexiblen Umgang mit dem Geld zu ermöglichen, sagte Rutte bei einem Austausch mit Mitgliedern der Ausschüsse für Außen- und Verteidigungspolitik in Brüssel. Dies werde nicht möglich sein, wenn man auf eine restriktive Buy-European-Klausel poche. Eine solche würde den Kauf von Rüstungsgütern in Europa verlangen und Geschäfte mit Rüstungsunternehmen etwa aus den USA erschweren.
Ein Dokument über Sicherheitsgarantien der USA für die Ukraine ist dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zufolge unterschriftsreif.
Das Papier sei « zu 100 Prozent » fertig, sagte Selenskyj bei einer Pressekonferenz in Litauen. Kiew erwarte nun von seinen Partnern die Bereitschaft, Ort und Zeit zur Unterschrift zu nennen, danach komme das Dokument zur Ratifizierung in den US-Kongress und das ukrainische Parlament.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj und die belarussische Oppositionsführerin Swetlana Tichanowskaja haben sich in der litauischen Hauptstadt Vilnius getroffen.
Selenskyj habe sie bei dem Treffen zu einem Besuch nach Kiew eingeladen, schrieb die im Exil lebende Tichanowskaja bei Telegram.
Der Kreml hat vor dem Hintergrund der Suche nach einer diplomatischen Lösung des Ukraine-Kriegs die politische Führung der EU als inkompetent kritisiert und Verhandlungen mit der EU-Außenbeauftragten Kaja Kallas ausgeschlossen.
Der EU-Führung fehle es an vorausschauenden Visionären, beklagte Kremlsprecher Dmitri Peskow im russischen Staatsfernsehen. « Das sind irgendwelche ungebildeten inkompetenten Funktionäre, die nicht in Zukunft schauen und das heute existierende Koordinatensystem verstehen können. » Darunter leide das gesamte System der internationalen Beziehungen, sagte er.
So habe sich die EU von einer ausgedachten Abhängigkeit von russischem Öl und Gas nun in die Abhängigkeit von den USA begeben, argumentierte er.
Trotz der Verhandlungen über ein Ende des Kriegs in der Ukraine hat Russland das Land erneut mit Drohnen und Raketen beschossen.
Zum Einsatz gekommen seien 102 Kampfdrohnen und zwei Iskander-Raketen, teilte die ukrainische Luftwaffe mit. 87 Drohnen wurden demnach abgewehrt, es gab aber auch Einschläge an zehn unterschiedlichen Orten.
Unterdessen bleibt die Lage in der Hauptstadt Kiew infolge vorangegangener russischer Attacken schwierig. Zwar sei der größte Teil der am Samstag in 6000 Wohnblocks ausgefallenen Heizungen wieder an das Wärmenetz angeschlossen worden, doch 1676 Wohnblocks seien immer noch ohne Wärmeversorgung, teilte Bürgermeister Vitali Klitschko mit. In der Nacht lagen die Temperaturen in Kiew im zweistelligen Frostbereich.
Nach US-Angaben sind in der kommenden Woche weitere Gespräche zur Beendigung des Ukraine-Kriegs in den Vereinigten Arabischen Emiraten geplant.
Zu den am vergangenen Freitag und Samstag abgehaltenen trilateralen Gesprächen zwischen Kiew, Moskau und Washington schrieb der US-Sondergesandte Steve Witkoff auf der Plattform X, diese seien « sehr konstruktiv » gewesen. Es seien Pläne gemacht worden, « die Gespräche nächste Woche in Abu Dhabi fortzusetzen. »
Die westrussische Großstadt Belgorod nahe der Grenze zur Ukraine ist nach Behördenangaben von einem schweren Raketenangriff getroffen worden.
« Unseren Informationen nach war es der massivste Raketenbeschuss Belgorods (seit Kriegsbeginn) », schrieb der Gouverneur der Region, Wjatscheslaw Gladkow, bei Telegram. Demnach wurden Energieanlagen getroffen. Tote und Verletzte habe es ersten Informationen nach aber nicht gegeben, fügte er hinzu.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (47) hat die trilateralen Verhandlungen zwischen Washington, Moskau und Kiew über ein Ende des russischen Kriegs in seinem Land als konstruktiv gelobt.
Es seien viele Themen besprochen worden bei dem ersten Treffen der beiden Kriegsgegner seit längerer Zeit, schrieb er in sozialen Netzwerken. Er erwarte nun den genauen Bericht der ukrainischen Delegation nach ihrer Rückkehr.
Das weitere Vorgehen werde auf Ebene der Staats- und Regierungschefs entschieden. Die an den Verhandlungen beteiligten « Militärs haben eine Liste von Themen für ein mögliches neues Treffen erstellt. » Dieses könne bei entsprechendem Willen schon in der kommenden Woche stattfinden – Kiew sei dazu bereit, betonte er.
Der zweite Verhandlungstag bei den trilateralen Gesprächen zwischen Kiew, Moskau und Washington über eine Beendigung des russischen Kriegs in der Ukraine ist beendet.
Die Delegationen seien in ihre Hotels zurückgekehrt, eine Fortsetzung heute sei nicht mehr geplant, berichtete die staatliche russische Nachrichtenagentur Tass unter Berufung auf Verhandlungskreise. Konkrete Ergebnisse wurden zunächst nicht bekannt.
Nach aus Verhandlungskreisen durchdringenden Informationen sind beide Kriegsparteien grundsätzlich mit dem Verlauf der Gespräche zufrieden. Es gebe Resultate, doch diese würden von den Verantwortlichen daheim verkündet, zitierte Tass ein Mitglied der russischen Verhandlungsdelegation.

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