In gut fünf Monaten wird in den USA gewählt. Während Herausforderer Biden kaum in Erscheinung tritt, liefert sich Vorgänger Obama Schlagabtäusche mit US-Präsident Trump. Seit Jahren sind sich die beiden spinnefeind. Von S. Hesse.
In gut fünf Monaten wird in den USA gewählt. Während Herausforderer Biden kaum in Erscheinung tritt, liefert sich Vorgänger Obama Schlagabtäusche mit US-Präsident Trump. Seit Jahren sind sich die beiden spinnefeind.
Es war im Jahre 2010, als der Immobilien-Tycoon und Reality-TV-Star Donald Trump ernsthaft damit begann, eine mögliche Präsidentschaftskandidatur in Erwägung zu ziehen. Bekannt genug war er, zumindest außerhalb der politischen Sphäre: Durch seine glamourösen Selbstinszenierungen, seine Skandale, seine Fernseh-Show. Als Meister des Self-Marketings ahnte Trump, dass er sich an die Spitze einer aufsehenerregenden Kampagne würde stellen müssen.
Und die fiel ihm in den Schoss, als Zweifel daran aufkamen, ob Barack Obama tatsächlich in den USA geboren wurde. Trump riss die sogenannte Birther-Kampagne an sich und forderte den Präsidenten penetrant dazu auf, eine Geburtsurkunde vorzulegen: «Vor drei Wochen, als ich damit angefangen habe, dachte ich, er ist wahrscheinlich gebürtiger Amerikaner», so Trump scheinheilig.