Домой United States USA — mix Afghanistan-News im Ticker: IS-Terrormiliz reklamiert Raketenangriff in Kabul für sich

Afghanistan-News im Ticker: IS-Terrormiliz reklamiert Raketenangriff in Kabul für sich

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Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat den Raketenangriff am Flughafen von Kabul für sich reklamiert. Alle News zur Lage in Afghanistan im Ticker.
Afghanistan-Live-Ticker hier aktualisieren Der in Afghanistan aktive Ableger der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat den Raketenangriff am Flughafen von Kabul für sich reklamiert. «Soldaten des Kalifats» hätten den Flughafen mit sechs Raketen des Typs Katjuscha angegriffen, teilte IS-Khorasan, wie der IS sich in Afghanistan und Pakistan nennt, am Montag auf der Plattform Naschir News mit. Es sei auch bestätigt, dass bei dem Angriff Menschen verletzt worden seien. Eine Bestätigung über mögliche Opfer oder Schäden gab es unabhängig von der Erklärung des IS zunächst nicht. Auf den Kabuler Flughafen waren Berichten zufolge am Montagmorgen mindestens fünf Raketen abgefeuert worden. Ein Raketenabwehrsystem sei aktiviert worden, berichtete der Fernsehsender CNN unter Berufung auf US-Regierungsmitarbeiter. Dieses kann heranfliegende Objekte mit einem Maschinengewehr zerstören, bevor sie ihr Ziel treffen. Der IS war in Afghanistan Anfang 2015 in Erscheinung getreten. Er will dort und auf pakistanischem Gebiet eine «Provinz» namens IS-Khorasan etablieren und hat Anschläge vor allem auf schiitische Ziele verübt. Die USA und afghanische Sicherheitskräfte griffen dessen Stellungen in vergangenen Jahren mitunter mehrmals wöchentlich an. Mit den Taliban, die in Afghanistan vor zwei Woche die Macht an sich gerissen hatten, ist der IS trotz großer ideologischer Nähe verfeindet. 15:59 Uhr: Der UN-Sicherheitsrat will noch am Montag über eine Resolution abstimmen, die zur sicheren Ausreise von Menschen aus Afghanistan führen soll. Das wichtigste UN-Gremium werde um 15 Uhr New Yorker Zeit (21 Uhr MESZ) zusammenkommen, berichteten Diplomaten der Deutschen Presse-Agentur. Die Annahme eines entsprechenden französisch-britischen Texts würde unter anderem den Druck auf die Taliban erhöhen, Menschen eine sichere Ausreise aus Kabul zu gewähren. Die Vetomächte Russland und China hatten sich bei Verhandlungen am Wochenende Diplomaten zufolge offen für eine Einigung gezeigt. Eine Zustimmung sei aber noch nicht sicher, hieß es. 15:30 Uhr: Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat den Evakuierungs-Einsatz der Bundeswehr-Soldaten am Flughafen von Kabul gewürdigt. Das Engagement der deutschen Soldatinnen und Soldaten dort sei «heldenhaft» gewesen, sagte Merkel am Montag in der CDU-Präsidiumssitzung wie die Nachrichtenagentur AFP von Teilnehmern erfuhr. Die Kanzlerin sprach demnach von einer «bedrückenden Lage» in dem Land nach der Nachtübernahme durch die radikalislamischen Taliban. Kritisch bewertete Merkel nach AFP-Informationen die Äußerungen von Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock am Vorabend im Dreikampf der Kanzlerkandidaten auf RTL und ntv zu den Themen Afghanistan-Krise und äußere Sicherheit. Der Auftritt habe gezeigt, dass die Grünen bei diesem Thema «keine klare Haltung» hätten, wurde Merkel zitiert. Unionskandidat Armin Laschet ( CDU) und SPD-Kandidat Olaf Scholz hatte sich angesichts der Krise in Afghanistan in dem TV-Triell für eine bessere Ausstattung der Bundeswehr ausgesprochen. Baerbock schloss sich dieser Forderung nicht an — sie plädierte vor allem für eine aktivere Außenpolitik. 14:24 Uhr: Frankreichs Präsident Emmanuel Macron erwartet durch die angespannte Lage in Afghanistan keine Flüchtlingskrise wie 2015. «Ich halte die Lage nicht mit 2015 für vergleichbar, denn Afghanistan ist nicht Syrien», sagte Macron am Sonntagabend den französischen Fernsehsendern TF1 und LCI. Viele Afghanen hätten ihr Land bereits in den vergangenen Jahren verlassen, betonte er. Dennoch sei es «klar, dass mehr Menschen versuchen werden, nach Europa zu kommen, was zusätzlichen Druck auf unsere Aufnahmekapazitäten erzeugt», sagte der französische Präsident weiter. Europa müsse sich deshalb «besser organisieren». Frankreich hatte seine Luftbrücke nach Kabul am Freitagabend eingestellt. Insgesamt wurden nach Angaben von Verteidigungsministerin Florence Parly «fast 3.000 Menschen» ausgeflogen, darunter «mehr als 2.600 Afghanen». Macron kritisierte in diesem Zusammenhang die USA. Eine Reihe der von Washington ausgeflogenen Afghanen kämen nun in Balkanstaaten vor der Toren der EU an, sagte er. Gegenüber der Pariser Sonntagszeitung «Journal du Dimanche» hatte Macron auf US-Abkommen mit Ländern wie Albanien, dem Kosovo oder Nordmazedonien verwiesen. «Nicht alle Afghanen werden in die USA gebracht, und einige werden versuchen, die Europäische Union zu erreichen», kritisierte der französische Staatschef. Dies könne «politische Spannungen» erzeugen. 13:59 Uhr: Die von der Bundesregierung organisierte Luftbrücke aus Kabul hat nach vorläufigen Angaben 138 Ortskräfte nach Deutschland gebracht sowie deren Familienangehörige. Insgesamt seien 634 Menschen aus dieser Gruppe ausgeflogen worden, sagte ein Sprecher des Bundesinnenministeriums (BMI) am Montag in Berlin. Er verwies darauf, dass die Zahl der Hilfeersuchen erst nach dem Beginn der Luftbrücke deutlich gestiegen sei — auf nunmehr mindestens 40.000 Menschen. Vor Beginn der Evakuierung am 14. August habe das Bundesinnenministerium Kenntnis davon gehabt, dass 174 Ortskräfte sowie Familienangehörige für die gesamte Bundesregierung zur Ausreise anstehen, insgesamt 886 Menschen, so der Sprecher. Es ging dabei um die Afghanen, die aktiv eine Gefährdungsanzeige gemacht hatten und auf Listen standen. «Während der Evakuierungen gab es aus den Ressorts Nachreichungen, gab es auch von den Ortskräften sehr viele Nachmeldungen, auch von Familienangehörigen, so dass wir derzeit davon ausgehen, dass der Anteil derer, die einen Bezug zu Ortskräften haben für die gesamte Bundesregierung inzwischen bei mehr als 40.000 Personen liegt», sagte der Sprecher. Über die Luftbrücke der Bundeswehr, die auch Menschen aus anderen Staaten ausflog, kamen inzwischen nach Angaben des BMI 4.587 Menschen nach Deutschland, davon 3.849 Afghanen und 403 deutsche Staatsangehörige. «Da hat sich niemand an ein deutsches Flugzeug gestellt und hat abgezählt und hat gesagt, wir nehmen jetzt nur diejenigen mit, die nach Deutschland kommen und diejenigen, die nach Italien müssen oder nach Belgien, die lassen wir hier stehen», sagte der Sprecher. Das Bundesinnenministerium hat demnach seit 2013 ungefähr 1.500 Polizisten in Afghanistan im Einsatz gehabt und etwa 300 Ortskräfte. Bis zum 14. August hätten 4 Ortskräfte ihre Ausreise angemeldet. Allen sei die Ausreise angeboten worden. Drei Ortskräfte seien mit Familie ausgereist, die vierte Familie habe diese «aus persönlichen Gründen» nicht angetreten. 13:38 Uhr: Mehr als 23.000 Evakuierte aus Afghanistan sind bis Montag auf der Air Base Ramstein in Rheinland-Pfalz gelandet. Rund 15.000 von ihnen warteten derzeit auf dem US-Militärflugplatz auf eine Weiterreise, teilte der US-Luftwaffenstützpunkt mit. Mehr als 8.000 Evakuierte seien bereits mit 38 Flügen von der Air Base zu ihren «Umsiedlungsorten» abgeflogen. Ramstein nahe Kaiserslautern ist seit dem 20. August ein US-Drehkreuz für Geflüchtete aus Afghanistan. US-Luftwaffenangehörige, Soldaten der US-Armee sowie Hunderte von Freiwilligen unterstützten die Versorgung der Evakuierten, damit diese über Ramstein zu ihrem endgültigen Ziel gelangten, teilte der Standort Ramstein weiter mit. Im Laufe des Tages würden rund 1.700 weitere Evakuierte auf der Air Base erwartet. Bislang seien bereits rund 100 Maschinen mit Evakuierten im Ramstein gelandet. Ramstein ist der größte US-Luftwaffenstützpunkt außerhalb Amerikas. Schutzsuchende wie etwa ehemalige Ortskräfte der USA in Afghanistan und ihre Familien, die aus Angst vor den Taliban ihre Heimat verlassen, kommen zunächst in Zelten und Flugzeughangars der Air Base unter. Sie werden registriert und bei Bedarf medizinisch behandelt. In einer US-Militäranlage in Kaiserslautern werden Menschen aus Afghanistan ebenfalls vorübergehend beherbergt.

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