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Corona-News-Ticker: Keine Booster-Empfehlung für Senioren

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Die Ständige Impfkommission spricht sich derzeit nicht für generelle Auffrischungsimpfung bei Älteren aus. Mehr Corona-News im Ticker.
Im Live-Ticker informiert NDR.de Sie auch heute — am Freitag,24. September 2021 — aktuell über die Folgen der Coronavirus-Pandemie für Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg- Vorpommern und Hamburg. Das Wichtigste in Kürze: Tabellen und Grafiken: So läuft die Impfkampagne im Norden Karte: Neuinfektionen in den norddeutschen Landkreisen Impfungen gegen Corona und Grippe können nach einer Empfehlung der Ständigen Impfkomission (Stiko) nun an einem Termin erfolgen. Dazu geraten werde ab einem Zeitpunkt ab Oktober, und Voraussetzung sei, dass es sich beim Influenza-Vakzin um einen Totimpfstoff handele, teilte die Stiko mit. Totimpfstoffe enthalten inaktivierte Viren oder Bestandteile der Viren. Bei den in Deutschland zugelassenen Influenza-Impfstoffen für Kinder und Erwachsene handelt es sich nach Angaben des Robert Koch-Instituts meist um Totimpfstoffe. Parallel-Impfungen sollten demnach aber nicht in denselben Oberarm erfolgen, sondern verteilt auf unterschiedliche Gliedmaßen. Impfreaktionen könnten bei gleichzeitigen Impfungen häufiger auftreten als bei der getrennten Gabe, hieß es. Für Deutschland gibt es laut Stiko noch keine veröffentlichten Ergebnisse zur simultanen Anwendung von zugelassenen Corona- beziehungsweise Infleunza-Impfstoffen. Unveröffentlichte Daten aus Großbritannien zeigten eine leicht erhöhte Körperreaktion bei gleichzeitiger Anwendung. Amnesty International hat reichen Ländern und Pharmafirmen im Zusammenhang mit der Impfstoffbeschaffung Menschenrechtsverletzungen vorgeworfen. Dass reiche Länder Corona-Impfstoffe auf Lager hielten, während Millionen Menschen in ärmeren Ländern dringend auf eine Impfchance warteten, sei inakzeptabel, sagte Generalsekretärin Agnes Callamard bei einem Briefing der Journalistenvereinigung ACANU in Genf. Sie kritisierte namentlich die Pharmafirmen Biontech, Pfizer, Moderna und Johnson & Johnson. Sie warf ihnen vor, aus Gier und Profitgründen die Impfstoffe extra knapp zu halten, um hohe Preise erzielen zu können. Callamard rief die Firmen auf, sie sollten auf Patente verzichten und mehr Firmen die Herstellung der Impfstoffe ermöglichen. Sie sollten zudem mindestens die Hälfte ihrer Produktion zu Herstellungskosten an ärmere Länder abgeben. Von Regierungen verlangte sie, ihre Vorräte umgehend an ärmere Länder weiterzureichen. Norwegen verabschiedet sich von den meisten in der Pandemie erhobenen Corona-Beschränkungen. Am Sonnabend um 16 Uhr werden die allermeisten Maßnahmen innerhalb des Landes aufgehoben, wie die scheidende Ministerpräsidentin Erna Solberg auf einer Pressekonferenz in Oslo bekannt gab. Unter anderem gilt künftig nicht mehr die Ein-Meter-Abstandsregel, auch die Teilnehmerbeschränkungen bei Veranstaltungen und Zusammenkünften fallen weg. Einzig die Anforderung, im Falle einer Corona-Erkrankung in Isolation zu gehen, bleibt bestehen. Auch die Einreisebeschränkungen werden schrittweise aufgehoben. «Jetzt ist die Zeit gekommen. Jetzt werden wir zu einem normalen Alltag zurückkehren», sagte Solberg nach mehr als eineinhalb Jahren mit Beschränkungen. Nach Angaben des nationalen Gesundheitsinstituts FHI sind in dem Land mit 5,4 Millionen Einwohnern fast 84 Prozent aller Erwachsenen vollständig geimpft. Der derzeitige Rückgang der Corona-Infektionszahlen ist nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums auf mehrere Faktoren zurückzuführen. Ein Grund sei der Rückgang des Sommerreiseverkehrs, sagte ein Ministeriumssprecher. Zudem sei eine Abnahme der zum Schulanfang festgestellten Infektionen zu verzeichnen. Auch die Impfquote sowie die vielerorts eingeführten 2G- und 3G-Regelungen trügen wohl dazu bei. Es sei aber noch zu früh, von einer Entwarnung oder von einem anhaltenden Trend zu sprechen. Die Ständige Impfkommission (Stiko) spricht sich nicht für generelle Auffrischungsimpfungen bei Senioren aus, obwohl ältere Menschen diese bereits bekommen können. Empfohlen werde eine Booster-Dosis mit einem mRNA-Impfstoff aber für Menschen mit Immunschwäche, heißt es in dem vom Robert Koch-Institut veröffentlichten Papier. Die Stiko ist mit ihrer Empfehlung damit zurückhaltender als die Gesundheitsministerkonferenz. Diese hatte Anfang August beschlossen, dass ein Booster ab 60 Jahren wahrgenommen werden könne. Die Stiko arbeitet den Angaben zufolge derzeit die Studienlage für eine Auffrischimpfung anderer Bevölkerungsgruppen auf. Eine Entscheidung soll es in den kommenden Wochen geben. In Hamburg gibt es in den kommenden Wochen neue Impfaktionen. So können zum Beispiel Studierende, die bislang noch kein Impfangebot wahrgenommen haben, ab dem 30. September an den verschiedenen Standorten der Hochschulen, der Staats- und Universitätsbibliothek und in einzelnen Studierendenwohnheimen immunisiert werden. Die Termine, die zwischen dem 30. September und 11. November angesetzt sind, sowie alle weiteren Informationen können zeitnah unter www.hamburg.de/corona-impfstationen abgerufen werden, wie die Stadt heute mitteilte. Für alle weiteren Impfwilligen bietet die Elbphilharmonie am 4. Oktober erneut eine große Impfaktion in ihren Künstlergarderoben an. Zwischen 14 und 22 Uhr besteht an diesem Tag die Möglichkeit, sich dort entweder mit Biontech impfen zu lassen oder mit Johnson & Johnson.

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