Домой Deutschland Deutschland — in German Bei den Protesten in der Türkei entlädt sich lang angestauter Frust

Bei den Protesten in der Türkei entlädt sich lang angestauter Frust

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Größte Demonstrationen seit den regierungskritischen Gezi-Protesten des Jahres 2013
Die Massenproteste in der Türkei wurden zwar durch die Festnahme des Istanbuler Bürgermeisters und Oppositionspolitikers Ekrem İmamoğlu ausgelöst. Doch mit den Großdemonstrationen in Städten wie Istanbul und Ankara entlädt sich auch angestauter Frust über die Lage im Land, das von Langzeitpräsident Recep Tayyip Erdoğan mit harter Hand regiert wird.
«Es gibt große Wut», sagt der Abgeordnete Yüksel Taskin von Imamoglus Partei CHP. «Die Menschen gehen spontan auf die Straße. Manche junge Menschen engagieren sich zum ersten Mal in ihrem Leben politisch.»
Die derzeitigen Demonstrationen von hunderttausenden Menschen sind die größten seit den regierungskritischen Gezi-Protesten des Jahres 2013. «Das Gefühl, gefangen zu sein — wirtschaftlich, sozial, politisch und selbst kulturell — war schon weit verbreitet», sagt der Journalist und Buchautor Kemal Can. Die Festnahme von İmamoğlu, dem wichtigsten politischen Rivalen von Erdoğan, sei nun der Funke gewesen.
Es sei zu einer starken Reaktion gekommen, «insbesondere bei jungen Menschen, die sich über ihre Zukunft in einem Land Sorgen machen, in dem Freiheiten immer mehr eingeschränkt werden», sagt Can.
«Diejenigen, die uns regieren, verletzen unsere Rechte», sagt der Medizinstudent Ara Yildirim in Istanbul.

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