Kurz vor neuen Sondierungen der Kriegsparteien über einen möglichen Weg zum Frieden gehen die Kampfhandlungen in der Ukraine unvermindert weiter. Russland greift die Ukraine mit rund 150 Drohnen auch, auch die Ukrainer schicken Drohnen in Richtung des Feindes. Alle Entwicklungen im Liveticker.
Militär- und Sicherheitsexperten halten einen großen Krieg mit Russland nicht mehr für ausgeschlossen. Bis 2030 will die EU deshalb 800 Milliarden Euro für Verteidigung ausgeben. Investiert werden soll unter anderem in Luftabwehr, Artillerie und Drohnen.
Russland hat die Ukraine in der Nacht mit zahlreichen Drohnen angegriffen, auch die Hauptstadt Kiew war Ziel. Dabei soll auch ein fünfjähriges Kind gestorben sein. Alle Entwicklungen im Liveticker.
Nach dem russischen Drohnenangriff auf Kiew hat sich die Zahl der Toten nach ukrainischen Angaben auf mindestens drei erhöht. Bei der Beseitigung von Trümmern sei die Leiche eines fünfjährigen Kindes gefunden worden, teilt der staatliche Rettungsdienst auf Telegram mit. Am selben Ort war zuvor schon die Leiche eines Mannes gefunden worden. In einem anderen Stadtteil wurde den Einsatzkräften zufolge eine Frau getötet, nachdem Drohnentrümmer ein Feuer in einem Hochhaus ausgelöst hatten. Zunächst hatten die Behörden zwei Todesopfer gemeldet. Russische Luftabwehreinheiten haben nach Angaben des Verteidigungsministeriums in der Nacht 59 ukrainische Drohnen zerstört. 29 der Drohnen seien über der Region Rostow im Süden Russlands abgeschossen worden, 20 über der Region Astrachan und die übrigen über den Regionen Woronesch, Wolgograd, Kursk und Saratow sowie über der Krim, teilt das Ministerium auf dem Nachrichtendienst Telegram mit.
03:27 Uhr – Gouverneur: Eine Person bei Drohnenangriff in Russland getötet Bei einem Drohnenangriff in der südrussischen Region Rostow ist nach Angaben des Gouverneurs ein Mensch in einem Auto getötet worden. „Ein Auto geriet durch einen Drohnenangriff in Brand“, schreibt der Gouverneur Juri Sljusar in einem Beitrag in der Messaging-App Telegram. „Eine Person im Auto wurde getötet.“ Das russische Militär hat die ukrainische Hauptstadt Kiew mit Kampfdrohnen angegriffen. Sowohl Bürgermeister Vitali Klitschko als auch Militärverwalter Timur Tkatschenko berichteten auf Telegram von zahlreichen Explosionen. Unter anderem seien mehrere Hochhäuser getroffen worden, in den oberen Stockwerken seien Brände entflammt. Nach Angaben des ukrainischen Katastrophenschutzes wurden zwei Menschen getötet Am späten Samstagabend hatte das russische Militär mehrere Drohnenschwärme gegen Ziele in der Ukraine gestartet. Gleichzeitig wurden auch Luftangriffe mit gelenkten Gleitbomben durchgeführt. Unter anderem wurde die Region Saporischschja von vier dieser Bomben getroffen, wie Militärverwalter Iwan Fjodorow berichtete. Dabei sei ein Brand entstanden, in mehreren Dörfern sei der Strom ausgefallen, teilte er ohne nähere Ortsangaben oder Details mit. „Die Druckwelle und Trümmer beschädigten auch mehrere Privathäuser“, hieß es. 20:37 Uhr – Drei Tote in der Ukraine nach russischem Beschuss Mindestens drei Zivilisten sind nach ukrainischen Angaben in der Frontstadt Pokrowsk im Gebiet Donezk durch russischen Beschuss ums Leben gekommen. Eine weitere Person sei verletzt worden, teilte der Gouverneur der Region Donezk, Wadym Filaschkin, auf Telegram mit. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft erfolgte der Beschuss am frühen Nachmittag und traf ein Wohnviertel. Womit die Stadt attackiert worden sei, werde noch ermittelt. Russland hofft nach Angaben seines Chefunterhändlers bei den am Montag stattfindenden Gesprächen in Saudi-Arabien über eine Waffenruhe in der Ukraine auf Fortschritte. „Wir hoffen, wenigstens ein bisschen Fortschritt zu machen“, sagt der Vorsitzende des auswärtigen Ausschusses im Senat, Grigori Karasin, dem Fernsehsender Swesda. Er wird die russische Delegation bei den Gesprächen in Saudi-Arabien anführen.
Gemeinsam mit seinem Mitstreiter, einem Spitzenvertreter des russischen Inlandsgeheimdienstes FSB, werde er mit einer „kämpferischen und konstruktiven“ Stimmung an die Gespräche herantreten, sagte Karasin. Sie wollten für die Lösung „mindestens eines der Themen“ eintreten. 14:17 Uhr – Trump-Gesandter Witkoff hält Putin nicht für einen „schlechten Kerl“ Der US-Sondergesandte Steve Witkoff rechnet mit einem persönlichen Treffen zwischen Putin und Trump in den kommenden Monaten. Putin wisse, dass es für Trump aktuell politisch schwierig sei, nach Russland zu kommen, sagt Witkoff im Gespräch mit Tucker Carlson. Witkoff war in den vergangenen Wochen zweimal nach Moskau gereist, um persönlich mit Putin unter anderem über ein Ende des russischen Angriffskriegs zu sprechen. Er halte Putin nicht für einen „schlechten Kerl“, sagt Witkoff weiter. „Das ist eine komplizierte Situation, dieser Krieg, und all die Zutaten, die dazu geführt haben. Wissen Sie, es geht nie nur um eine Person, richtig?“ Witkoff hatte sich schon nach seinem ersten Treffen mit Putin sehr positiv über den Kremlchef geäußert und erzählt, dass eine Freundschaft mit ihm entstanden sei.
Es gehe nun darum, ein Vertrauensverhältnis mit Putin aufzubauen, sagt der 68-Jährige. Einen Konflikt mit einer großen Atommacht könne man nur mit Gesprächen schlichten. Putin habe ihm auch erzählt, dass er nach dem Attentat auf Trump im vergangenen Sommer für den Republikaner gebetet habe, schildert Witkoff weiter. „Er hat für seinen Freund gebetet.“ Russland behält sich das Recht auf eine gleichwertige Antwort auf ukrainische Angriffe auf russische Energieanlagen vor.
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Deutschland — in German Ukraine-Krieg: ++ Massive Drohnenangriffe – Fünfjähriges Kind unter Trümmern in Kiew gefunden...