Vor drei Jahren befreiten ukrainische Streitkräfte Butscha. Sie fanden viele Opfer vor, die grausam getötet wurden. Selenskyj verlangt die Bestrafung der Täter.
Drei Jahre nach Rückeroberung der durch Gräueltaten gezeichneten Kleinstadt Butscha hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj eine Bestrafung Russlands für die Kriegsverbrechen gefordert. Putin beruft unterdessen eine Rekordzahl an Rekruten ein.
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«Für all das müssen russische Verbrecher unbedingt zur Verantwortung gezogen werden», forderte Wolodymyr Selenskyj in seiner abendlichen Videobotschaft. Der ukrainische Präsident will eine Bestrafung Russlands für die Kriegsverbrechen in Butscha. «Es kann nicht zugelassen werden, dass (Kremlchef Wladimir) Putin, andere russische Verbrecher und der russische Staat selbst von der Verantwortung freigesprochen werden.»
Die nahe Kiew gelegene Kleinstadt Butscha, in der vor dem Krieg rund 50.000 Menschen lebten, war in den ersten Kriegstagen im Frühjahr 2022 von russischen Truppen besetzt worden. Nach ihrer Befreiung durch die ukrainischen Streitkräfte wurden in den Straßen getötete Zivilisten gefunden — manche mit gefesselten Händen. Die Stadt wurde damit zum Symbol für russische Kriegsverbrechen. Die Vereinten Nationen bestätigten später in einem Bericht den Tod von Dutzenden Zivilisten. Russische Offizielle weisen den Vorwurf eines Kriegsverbrechens bis heute zurück und sprechen von einer Inszenierung.
Selenskyj sagte weiter, es sei einfach unmöglich, das zu normalisieren, was die Russen in Butscha, in Mariupol und in so vielen anderen Städten und Dörfern getan hätten.