Домой Deutschland Deutschland — in German Wirtschaft in Osteuropa: Trump stärkt Russland, schwächt Ukraine

Wirtschaft in Osteuropa: Trump stärkt Russland, schwächt Ukraine

214
0
ПОДЕЛИТЬСЯ

Trumps Zoll- und Außenpolitik trifft die Länder im Osten Europas unterschiedlich, doch eines ganz besonders heftig: die Ukraine. Russland hingegen profitiert.
Von Andreas Mihm
29.04.2025, 22:36Lesezeit: 4 Min.
Gut für Russland, schlecht für die Ukraine, erträglich für den Osten der EU. Etwa auf diesen Nenner bringen die Osteuropaexperten des Wiener Instituts für Internationale Wirtschaftsvergleiche (WIIW) die wirtschaftlichen Folgen von US-Präsident Donald Trumps Zoll- und Ukrainepolitik in ihrer neuen Wachstumsprognose. Während die Aussichten für die kriegsgeplagte Ukraine „zunehmend ungewiss“ seien, hätten sich die Perspektiven beim Angreifer Russland „durch die Annäherung an die USA signifikant aufgehellt“. So werde sich das Wachstum der russischen Wirtschaft nach der Überhitzung der Vorjahre 2025 auf 2,0 Prozent halbieren und im kommenden Jahr wieder auf 2,5 Prozent steigen. Die Aussicht auf eine teilweise oder vollständige Aufhebung der US-Sanktionen sorge in den kommenden Jahren für eine „deutliche Aufhellung der konjunkturellen Perspektiven“ in Russland.
Sollte es zu einem Waffenstillstand oder Friedensabkommen in der Ukraine kommen, würden vermutlich wieder amerikanisches Kapital und Technologie ins Land fließen, sagt Vasily Astrov, Russland-Experte des WIIW. Andere Länder wie Japan, Südkorea und Taiwan könnten folgen.
Ausländische Firmen wie Renault, Hyundai oder Samsung dächten über die Rückkehr nach Russland nach. Südkoreas Elektronikkonzern LG habe die Produktion in seinem Moskauer Werk wieder hochgefahren. In Deutschland wird, wenn auch verhalten, über eine Wiederaufnahme von Gaslieferungen aus Russland diskutiert. Die russische Konjunktur habe zuletzt von den hohen Gehältern der Soldaten und Kompensationen der Familien profitiert. Der Effekt würde sich zwar bei einem Kriegsende abschwächen, doch könnte er durch die Wiederaufnahme der Wirtschaftsbeziehungen mit dem Westen ausgeglichen werden.

Continue reading...