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Der Bundesnachrichtendienst (BND) hat nach Angaben des «Zeit»-Journalisten Holger Stark den damaligen US-Präsidenten Barack Obama abgehört. Im Podcast von «Bild»-Vize Paul Ronzheimer sagte Stark, der Geheimdienst habe sich dabei zunutze gemacht, dass die Verschlüsselung von Gesprächen aus dem amerikanischen Regierungsflugzeug heraus ungleich schwerer sei als am Boden. «Deswegen haben die Amerikaner immer mal wieder auch Gespräche geführt, die entweder schlecht verschlüsselt waren, wo es Lücken gab, oder die gar nicht verschlüsselt waren», sagte Stark.
«Und der BND wusste das, und er kannte die gut ein Dutzend Frequenzen, die die Air Force One genutzt hat für diese Art von Kommunikation für Telefonate. Und er hat die abgehört.» Dafür habe es keinen offiziellen Spionageauftrag gegeben. Die Obama-Telefonate seien ordentlich verschriftlicht und nur in einer Kopie im BND herumgereicht worden. Die interne Direktive sei gewesen, dass die eine Kopie am Ende geschreddert werden sollte. So sei es in den meisten Fällen auch geschehen. «Davon wusste das Kanzleramt lange Zeit gar nichts.»
Der BND äußerte sich nicht konkret zu den Vorwürfen. Er teilte auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur in Berlin mit: «Der Bundesnachrichtendienst nimmt zu Angelegenheiten, die etwaige nachrichtendienstliche Erkenntnisse oder Tätigkeiten betreffen, grundsätzlich nicht öffentlich Stellung.