Домой Deutschland Deutschland — in German Trumps Grönland-Wende verändert alles: Was sagt Merz heute in Davos?

Trumps Grönland-Wende verändert alles: Was sagt Merz heute in Davos?

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Erst droht Trump den Europäern im Grönland-Konflikt, dann rudert er wieder zurück. Und morgen kann schon wieder alles anders sein. Wie geht der Kanzler in seiner Davos-Rede mit dem Hin und Her um?
Vor der politisch heiklen Rede des Bundeskanzlers beim Weltwirtschaftsforum in Davos hat US-Präsident Donald Trump den Konflikt um die zu Dänemark gehörende Insel Grönland überraschend entschärft. Nach einem Gespräch mit Nato-Generalsekretär Mark Rutte am Rande des Spitzentreffens in den Schweizer Bergen nahm er seine Drohung mit Strafzöllen gegen Deutschland und andere europäische Länder zum 1. Februar am Mittwochabend zurück. Damit haben sich auch die Vorzeichen für die Rede von Kanzler Friedrich Merz verändert, der heute (9.30 Uhr) aufs Podium treten soll.
Zur Begründung seines Kurswechsels verwies Trump darauf, dass während des Treffens mit Rutte ein Rahmen für eine zukünftige Vereinbarung über Grönland und die gesamte Arktisregion entstanden sei. Diese Lösung werde bei einer Umsetzung für die USA und alle Nato-Mitglieder von großem Nutzen sein, schrieb Trump auf der Plattform Truth Social. „Auf der Grundlage dieser Übereinkunft werde ich die Zölle, die am 1. Februar in Kraft treten sollten, nicht verhängen.“
Rutte bestätigte Trumps Angaben zu einem Rahmen für ein mögliches Grönland-Abkommen, nannte aber zunächst — wie auch der US-Präsident — nicht viele Details. Im Interview mit dem US-Sender Fox News machte der Niederländer klar, dass er bei dem politischen Streitthema noch viel Arbeit vor den beteiligten Parteien sieht. Er sei mit Trump übereingekommen, dass man die Arktisregion gemeinsam schützen müsse, sagte Rutte. Natürlich würden die USA aber auch ihre Gespräche mit Grönland und Dänemark fortsetzen, wenn es etwa darum gehe, einen Zugang Russlands und Chinas zur Wirtschaft der ressourcenreichen Insel in geopolitisch bedeutsamer Lage zu verhindern.
Er halte das für ein „sehr gutes Ergebnis“, sagte Rutte und schob nach: „Es gibt noch viel zu tun.“ Man habe vereinbart, an der Frage zu arbeiten, was die Nato gemeinsam zum Schutz der gesamten Arktisregion beitragen könne. Es gebe viel zu tun, um sicherzustellen, dass alles Notwendige zu Land, zu Wasser und in der Luft unternommen werde, um diesen wichtigen Teil der Welt und des Nato-Gebiets zu schützen.

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