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Strafzölle für Grönland-Kritiker: Baerbock warnt USA vor Schuss ins eigene Knie

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Nach der Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, Strafzölle für Kritiker seiner Grönland-Pläne zu erheben, spitzt sich der Streit um Grönland zu. Alle Entwicklungen im News-Blog vom 19. Januar 2026.
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Mit ihrer Zollpolitik schaden sich die USA aus Sicht der Präsidentin der UN-Vollversammlung, Annalena Baerbock, auch selbst. Was US-Präsident Donald Trump gerade tue, sei «auch ein absoluter Schuss ins eigene wirtschaftliche Knie», sagte die frühere deutsche Außenministerin im Deutschlandfunk. «Die USA sind heftigst verschuldet, haben ein absolutes Interesse daran, weiteren Handel zu treiben.»
Baerbock griff eine Trump-Parole auf und sagte: «»America first» bedeutet «America alone»». Sie verwies darauf, dass auch die Charta der Vereinten Nationen Wirtschafts- und Finanzsanktionen ermögliche. «Die Europäer sind der größte Binnenmarkt der Welt. Wenn die Europäer gemeinsam mit anderen Staaten auf dieser Welt diese Dinge beschließen, dann hat das natürlich einen massiven Effekt.»
Mit Blick auch auf Russlands Krieg in der Ukraine sagte Baerbock, wenn Trump in Grönland Erfolg habe, «dann könnte in Zukunft kein Land auf dieser Welt mehr ruhig und in Frieden schlafen». Die internationale Ordnung sei unter Attacke.
Die Grünen-Politikerin erklärte, Russland und China hätten als ständige Mitglieder des Sicherheitsrats die Aufgabe, den Weltfrieden zu sichern. «Wenn ausgerechnet diese beiden die Regeln des Weltfriedens nicht ernst nehmen, dann ist es an allen, jetzt sehr klarzumachen, dass sie geschlossen zusammenstehen.» (dpa/bearbeitet von skr)
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) hat die Zolldrohungen von US-Präsident Donald Trump als Erpressung kritisiert und eine harte Reaktion der EU angekündigt. Bei einem Treffen mit seinem französischen Kollegen Roland Lescure am Montag in Berlin sagte der Vizekanzler: «Deutschland und Frankreich sind sich einig: Wir lassen uns nicht erpressen.» Es werde eine «geschlossene und deutliche Antwort Europas geben», falls Trump seine Zolldrohungen aufrecht erhalte.

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