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Nach der Attacke gegen Polizisten auf dem Pariser Prachtboulevard Champs-Elysées haben die Behörden unter anderem den Vater und die Ex-Frau des Verdächtigen in Gewahrsam genommen. Der Attentäter selbst war bei der Attacke ums Leben gekommen.
Der Vater, der Bruder, die Ex-Frau und die Schwägerin des 31-Jährigen seien am Montagabend in Gewahrsam genommen worden, verlautete am Dienstag aus Justizkreisen. Der bewaffnete Mann, der den Behörden als radikaler Islamist bekannt war, war am Montagnachmittag ums Leben gekommen, als er auf den Champs-Elysées ein Polizeifahrzeug gerammt hatte.
Frankreichs Innenminister Gérard Collomb sprach von einem “versuchten Angriff”. Weder Einsatzkräfte noch Passanten seien verletzt worden, erklärte die Polizei. In Frankreich soll nun über eine erneute Verlängerung des seit November 2015 geltenden Ausnahmezustandes entschieden werden.
Der versuchte Angriff auf der Champs-Élysées zeige, dass die Bedrohung noch immer groß sei, erklärte Collomb. Er werde daher beim Kabinettstreffen am Mittwoch vorschlagen, den Ausnahmezustand über sein bisheriges Auslaufdatum, den 15. Juli, hinaus zu verlängern. Wenn Collombs Vorschlag angenommen wird, würde der Ausnahmezustand bis zum 1. November gelten. Er gewährt der Polizei besondere Befugnisse.
Bei dem Fahrer habe es sich um einen 31-jährigen Mann aus dem Pariser Vorort Argenteuil gehandelt, der den Behörden wegen möglicher Verbindungen zum Extremismus bekannt gewesen sei, verlautete aus Polizeikreisen.

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