Der IPCC-Bericht stellt klar: Die Erde erwärmt sich schneller und mit ernsteren Folgen als angenommen. Die 1,5-Grad-Grenze einzuhalten, ist jedoch „technisch möglich“.
Es muss schneller und weitreichender gehandelt werden, wenn die Erderwärmung auf 1,5 Grad im Vergleich zum vorindustriellen Niveau begrenzt werden soll. Dies ist eine der Kernaussagen eines Sonderberichts zur Erderwärmung, den der Weltklimarat IPCC in der Nacht im südkoreanischen Incheon veröffentlicht hat.
91 Autoren aus 40 Ländern schreiben ihrem 400-Seiten-Bericht für politische Entscheidungsträger, es seien „schnelle, weitreichende und beispiellose Änderungen in allen gesellschaftlichen Bereichen“ erforderlich. Dies betreffe den Energiesektor ebenso wie Landwirtschaft, Bau und Verkehr. Bereits die Erwärmung um etwa ein Grad, die bereits eingetreten ist, sei verantwortlich für häufigere Extremwetter mit vielen Todesopfern, heißt es in dem Text, den 195 beteiligten Staaten gebilligten haben. Ohne eine drastische, dauerhafte Verringerung der Treibhausgasemissionen sei aber ein Temperaturanstieg um zwei bis drei Grad zu erwarten.
Um die 1,5-Grad-Grenze einzuhalten, die das Pariser Klimaschutzabkommen als Ziel vorgibt, sollte laut IPCC-Bericht der weltweite Kohlendioxidausstoß 2020 seinen Höhepunkt erreichen und danach deutlich absinken.
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Deutschland — in German Sonderbericht zum Klimawandel: Klimarat fordert raschen Umbau der Weltwirtschaft