Solange das Wahlergebnis nicht in Stein gemeißelt ist, gibt es keine Koalitionsverhandlungen. Aber die Parteien sprechen weiter miteinander – und zwar intensiv. Vor allem die SPD hofft immer noch auf einen Machtwechsel.
Das knappe Ergebnis der Landtagswahl und die zahlreichen Pannen bei der Auszählung bringen auch wieder Bewegung in die Koalitionsfrage. Die hatten viele schon als erledigt betrachtet, nachdem es danach aussah, als ob die derzeitige schwarz-grüne Koalition mit einer Stimme Mehrheit im Landtag weiterregieren könnte, und als ob die Grünen denkbar knapp mit 94 Stimmen Vorsprung vor der SPD gelandet seien.
Doch dann wurde bekannt, dass es beispielsweise in Frankfurt wegen Problemen mit der Erfassungssoftware zahlreiche Pannen gab. So wurden etwa in einigen Stimmbezirken die Ergebnisse zunächst nur geschätzt, und einige Stimmzettel wurden zwar ausgezählt, aber nicht erfassst. Auch andernorts werden noch die Ergebnisse überprüft, teilweise wird auch neu ausgezählt.
Nun rechnet sich die SPD wieder Chancen aus, dass es am Ende für eine SPD-geführte Ampelkoalition mit Grünen und FDP reichen könnte. Bei einem Sondierungsgespräch am Donnerstag loteten die Sozialdemokraten die Chancen mit den Grünen aus.
SPD-Spitzenkandidat Thorsten Schäfer-Gümbel sagte anschließend, die SPD werde auch bei der FDP „sehr für ein intensives Dreiergespräch“ mit SPD, Grünen und FDP werben.

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