Wenn sie nicht zeichnen konnte, wurde sie traurig. Judith Kerrs Geschichten faszinierten Generationen von Kindern. In einem berühmten Buch schilderte sie ihre Flucht vor den Nazis.
London – Wie erklärt man einem Kind den nationalsozialistischen Terror, wie macht man Antisemitismus, Verfolgung und Flucht begreifbar? Judith Kerr schaffte es: Als junge Mutter schrieb sie für ihre Kinder auf, wie sie als Neunjährige mit ihrer jüdischen Familie 1933 aus Berlin geflüchtet war. Ihr Vater Alfred Kerr war in der Weimarer Republik ein gefeierter Kritiker. Die Nazis verbrannten seine Bücher. Judith Kerrs Kinder- und Jugendbuch „Als Hitler das rosa Kaninchen stahl“ (1971) wurde zum preisgekrönten Bestseller und zur Pflichtlektüre in deutschen Schulen. Am Mittwoch ist Judith Kerr im Alter von 95 Jahren nach kurzer Krankheit gestorben, wie ihr britischer Verlag Harper Collins am Donnerstag mitteilte.

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