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Große Erwartungen, schlechte Schlagzeilen

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Begleitet von großen Erwartungen trat US-Vizepräsidentin Harris ihr Amt an. Ein Jahr später ist sie in Umfragen unbeliebt, antwortet auf Kritik meist nur mit einem Lachen. Ist Harris schon gescheitert? Von Florian Mayer.
Begleitet von großen Erwartungen trat US-Vizepräsidentin Harris ihr Amt an. Ein Jahr später ist sie in Umfragen unbeliebt, antwortet auf Kritik meist nur mit einem Lachen. Ist Harris schon gescheitert? Am 20. Januar 2021 herrschte Feierstimmung bei der Hälfte der US-Wähler: Vier Jahre Trump sind zu Ende. Als US-Präsident folgt der Demokrat Joe Biden, der gute Kumpel von Barack Obama, und mit ihm: Kamala Harris, die erste Frau mit indisch-jamaikanischen Wurzeln im Amt der US-Vizepräsidentin – was Biden als Beleg für den Wandel in den USA anführte: „Erzählen Sie mir nicht, dass die Dinge sich nicht ändern können!“, sagte er zu ihrer Amtseinführung. Ein Jahr später sinken die Zustimmungswerte der Vizepräsidentin stetig. Mehr als die Hälfte der US-Amerikaner ist unzufrieden mit Harris – trotz ihrer historischen Wahl. Oder gerade deswegen, glaubt zumindest Politologin Elaine Kamarck von der Denkfabrik Brookings, die ehemalige Beraterin von Ex-Vizepräsident Al Gore. „Die Leute dachten, dadurch würde sich jetzt was grundlegend ändern, aber das war eine unrealistische Erwartungshaltung“, sagt sie. Nur weil Harris‘ Amtseinführung medial als US-historischer Höhepunkt stilisiert wurde, bedeute das nicht, dass sie auch historische Entscheidungen treffe.

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