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Machtwechsel in Venezuela: Was folgt auf Maduros Sturz? Eindrücke vor Ort

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Zwar ist der Sturz Maduros für viele Venezolaner eine freudige Nachricht. Doch sie sind nicht euphorisch. Sie haben Angst vor dem, was jetzt kommt. Eine von den USA eingesetzte Interimsregierung lehnen viele in Venezuela ab.
Zwar ist der Sturz Maduros für viele Venezolaner eine freudige Nachricht. Doch sie sind nicht euphorisch. Sie haben Angst vor dem, was jetzt kommt. Eine von den USA eingesetzte Interimsregierung lehnen viele in Venezuela ab.DEA-Agenten stehen Wache, nachdem Helikopter, in denen vermutlich der venezolanische Präsident und seine Frau sitzen, nach ihrer Festnahme durch US-Streitkräfte in New York City landen.
Seit der US-Aktion gegen Maduro und dessen Frau Cilia Flores herrscht eine «gespenstische Stille» in Caracas und anderen Städten Venezuelas, wie mehrere Gesprächspartner berichten. Sie alle wollen aus Angst vor Repressalien anonym bleiben. Schon vorher sei jede öffentliche Kritik an der Regierung streng verfolgt worden. Nun könnte die Repression noch zunehmen, fürchten sie: «Das Regime ist weiter aktiv», sagt eine Anwältin. «Die sind ja noch alle da.»
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In der Hauptstadt hatten in der Nacht auf Samstag um zwei Uhr morgens laute Explosionen die Menschen aus dem Schlaf gerissen. Die 3-Millionen-Einwohner-Metropole liegt auf 1 000 Metern Höhe in einem Tal zwischen zwei Gebirgszügen. Jede Druckwelle wird wie in einem Resonanzkörper verstärkt. «Wir dachten erst an ein spätes Feuerwerk, dann vermuteten wir einen Putsch der Militärs», erklärt ein seit mehr als 40 Jahren in Caracas lebender ausländischer Beobachter. «Erst durch einen Anruf aus dem Ausland erfuhren wir, dass die US-Militärs Maduro und seine Frau ausgeschaltet und verschleppt haben.» In Caracas hätten die staatlichen Medien erst am Vormittag über den Vorfall berichtet.Nur der Kopf der Schlange ist abgeschlagen
Auffällig ist jedoch, dass von Euphorie darüber, dass der Diktator nach fast 13 Jahren im Amt nun von der Spitze des Regimes entfernt wurde, nichts zu spüren ist. «Der Kopf der Schlange ist abgeschlagen, doch die Schlange bewegt sich weiter», sagt ein Professor. Die Menschen sähen, dass die gefährlichsten Unterstützer des Regimes weiterhin an der Macht seien.

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