Nach und nach hatte die Federal Reserve den Leitzins in den USA schrittweise gesenkt. Damit ist erst einmal Schluss.
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Nach und nach hatte die Federal Reserve den Leitzins in den USA schrittweise gesenkt. Damit ist erst einmal Schluss.
Stand: heute, 21:19 Uhr
Die US-Notenbank Federal Reserve lässt den Leitzins nach drei Senkungen erstmals wieder unverändert. Bei ihrer ersten Entscheidung im laufenden Jahr votierte die Mehrheit des zwölfköpfigen Zentralbankrates dafür, den Leitzins in der Spanne von 3,5 bis 3,75 Prozent beizubehalten. Die Mehrheit der Volkswirte war von einem solchen Schritt ausgegangen. Die Abstimmung rückte indes aufgrund der jüngsten Eskalation zwischen der Regierung von US-Präsident Donald Trump und Fed-Chef Jerome Powell eher in den Hintergrund – denn Experten sehen darin einen Angriff auf die Unabhängigkeit der Fed.
Für das laufende Jahr rechnen Volkswirte damit, dass die Fed den Leitzins in zwei Schritten senken dürfte – also bis auf 3,0 bis 3,25 Prozent. Bis zum Sommer dürfte sich allerdings kaum etwas am derzeitigen Leitzins ändern, vermutet LBBW-Research-Analyst Elmar Völker: „Wir rechnen derzeit nicht vor der Fed-Sitzung im Juni, der ersten unter Leitung des Nachfolgers von Jerome Powell, mit einer erneuten Leitzinssenkung.“
Die Fed mit Sitz in Washington begründete ihre Zinsentscheidung damit, dass sich die Arbeitslosenquote stabilisiert habe, während die Inflation weiter auf einem erhöhtem Niveau liegt. Diese Kombination rechtfertige keine Zinssenkung. Michael Heise, Chefökonom von HQ Trust, merkte an, dass die Beibehaltung des Zinses eher keine Demonstration der Unabhängigkeit der Notenbank gewesen sein dürfte. Für eine Beibehaltung stimmten insgesamt zehn Mitglieder des Zentralbankrates.
Lediglich der Fed-Gouverneur Christopher Waller und Trumps Berater Stephen Miran sprachen sich wie bei früheren Abstimmungen für eine Senkung aus.
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Deutschland — in German US-Notenbank: US-Notenbank tritt auf die Bremse: Leitzins bleibt stabil