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Video zeigt Vorfall zwischen Pretti und ICE-Beamten – elf Tage vor seinem Tod

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Die Schüsse auf Alex Pretti haben Konsequenzen für ICE-Beamte, US-Präsident Trump schlägt mildere Töne in Minneapolis an. Die News im Blog.
Elf Tage vor Tod: Video zeigt Alex Pretti bei Auseinandersetzung mit ICE-Beamten
Ein neues Video soll den in Minneapolis von Bundesbeamten erschossenen Krankenpfleger Alex Pretti über eine Woche vor seinem Tod in einer gewalttätigen Auseinandersetzung mit ICE-Einsatzkräften zeigen. Darin scheint Pretti das Hecklicht von einem Auto der Bundesbeamten herauszutreten, woraufhin die Einsatzkräfte aussteigen und ihn am Boden fixieren. Nach mehreren Sekunden kann Pretti aufstehen und sich von den ICE-Beamten entfernen. Auf den Aufnahmen ist auch eine Pistole in Prettis Hosenbund zu sehen.
US-Medien berichten übereinstimmend, dass das Video bereits elf Tage vor den tödlichen Schüssen entstanden sei. Ein Vertreter der Familie von Alex Pretti bestätigte laut CNN, dass es sich bei dem Mann im Video um Pretti handelt. Zuvor wurde bekannt, dass sich der zum Todeszeitpunkt 37-Jährige bei einer Auseinandersetzung mit ICE-Beamten eine Rippe gebrochen hatte. Ob es sich dabei um den im neuen Video festgehaltenen Zwischenfall handelt, ist bisher unklar.
Nach Schüssen auf Alex Pretti: Beteiligte Grenzschutzbeamte beurlaubt
Wie mehrere US-Medien einschlägig berichten, sind zwei Grenzschutzbeamte, die an der Schießerei auf Alex Pretti beteiligt waren, beurlaubt worden. Das teilte demnach Tricia McLaughlin, Sprecherin des Heimatschutzministeriums, am Mittwoch mit. Das bestätigte ein Sprecher des Heimatschutzministeriums der Deutschen Presse-Agentur auf Anfrage. Dabei handelt es sich demnach um ein Standardverfahren in solchen Fällen. Die Agenten wurden nicht namentlich genannt.
Trump wirft Bürgermeister von Minneapolis Gesetzesbruch und „Spiel mit dem Feuer“ vor
US-Präsident Donald Trump hat dem Bürgermeister von Minneapolis, Jacob Frey, Gesetzesbruch und ein „Spiel mit dem Feuer“ vorgeworfen. Nachdem Frey verkündet hatte, dass die Einwanderungsgesetze der US-Bundesregierung in seiner Stadt nicht umgesetzt würden, schrieb Trump am Mittwoch in seinem Online-Dienst Truth Social: „Könnte jemand in seinem engeren Umfeld ihm bitte erklären, dass diese Aussage ein sehr schlimmer Verstoß gegen das Gesetz ist und dass er mit dem Feuer spielt!“
Weiter erklärte Trump, Freys Aussage überrasche ihn, da beide nach den tödlichen Schüssen auf den Krankenpfleger Alex Pretti „ein sehr gutes Gespräch“ geführt hätten. Trump hatte nach dem Vorfall angekündigt, die Regierung wolle die Lage „ein bisschen deeskalieren“.
Der demokratische Bürgermeister der seit Wochen vom gewalttätigen Vorgehen der Einsatzkräfte der US-Einwanderungsbehörden erschütterten Stadt hatte am Dienstag im Onlinedienst X erklärt, dass Minneapolis „die Einwanderungsgesetze des Bundes nicht anwendet und auch nicht anwenden wird“. Zuvor hatte Frey Trumps Berater Tom Homan getroffen, der damit beauftragt ist, die aktuelle Lage zu entschärfen.
In der Stadt im nördlichen US-Bundesstaat Minnesota waren in den vergangenen Wochen zwei Menschen durch Einsatzkräfte der Einwanderungsbehörde ICE und des Grenzschutzes CBP getötet worden, als sie sich gegen Trumps harte Migrationspolitik stellten. Die Vorfälle sorgten für Entsetzen und Empörung und verstärkten die Proteste gegen das Vorgehen der Bundesbehörden.
Hamburger Amerikanist Greiner: Erschießung in Minneapolis als „Staatsterrorismus“
Der Historiker und Amerikanist Bernd Greiner sieht in der Erschießung von zwei Zivilisten bei Einsätzen der US-Einwanderungsbehörde ICE in Minneapolis einen Anschlag auf den Rechtsstaat. Es handele sich dabei um „eine Form von Staatsterrorismus“, sagte Greiner dem Evangelischen Pressedienst (epd). Die Agenten der ICE und des Grenzschutzes, die in Minneapolis binnen weniger Wochen die 37-jährige Renee Good und den 37-jährigen Alex Pretti bei Einsätzen erschossen haben, hielten sich mitnichten an Recht und Gesetz.
US-Präsident Donald Trump habe für diese Eskalation die Grundlage mit seinen menschenverachtenden Aussagen über Migranten gelegt. Zudem habe er kein Problem damit, das System der Gewaltenteilung abzuschaffen. Trump habe aus der Heimatschutzbehörde „mit einem unglaublichen finanziellen und personellen Aufwand eine Privatarmee aufgebaut“, die nach ihrem Selbstbild über dem Gesetz stehe und sich gegenüber der eigenen Bevölkerung wie eine Besatzungsarmee verhalte, sagte der Professor im Ruhestand.
Mit ICE-Rekrutierungskampagnen würden insbesondere gewaltbereite Männer angesprochen: „Eine Klientel, die rassistische Vorbehalte gegen Einwanderer hegt und sehr empfänglich ist für das Narrativ der weißen Überlegenheit“, sagte Greiner. Zugleich würden die Männer auch finanziell geködert. Sie verdienten im Jahr ein Mehrfaches dessen, was ein normaler Streifenpolizist verdiene. Sie erhielten keine Ausbildung, was zum Kalkül der Trump-Regierung gehöre. „Man will eine Truppe haben, die zuschlägt und die Angst und Schrecken verbreitet.“
Trotz Warnungen vor Konsequenzen: NBA-Stars äußern sich zu tödlichen ICE-Schüssen
Der französische NBA-Star Victor Wembanyama hat mit Entsetzen auf die tödlichen Schüsse bei Einsätzen der US-Einwanderungsbehörde ICE in Minneapolis reagiert. „Jeden Tag wache ich auf, sehe die Nachrichten und bin schockiert. Ich finde es verrückt, dass manche Leute den Eindruck erwecken oder so tun, als sei die Ermordung von Zivilisten akzeptabel“, sagte der Basketball-Profi am Dienstag nach dem Training seiner San Antonio Spurs zu Reportern.

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