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Wahrheit in der Aufmerksamkeitsökonomie: KI als Schlüssel gegen Meinungsmüll

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Die Künstliche Intelligenz könnte das strukturelle Problem der Medien lösen. Das zeigt die journalistische Aufarbeitung der tödlichen Schüsse der US-Einwanderungsbehörde ICE in Minnesota.
Die Künstliche Intelligenz könnte das strukturelle Problem der Medien lösen. Das zeigt die journalistische Aufarbeitung der tödlichen Schüsse der US-Einwanderungsbehörde ICE in Minnesota.
Zusammenfassung
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MerkenIn den Medien gibt es zum Tod von Renee Good drei Darstellungen und damit drei verschiedene Realitäten. Werbetafel vor dem Fox-News-Gebäude mit Schlagzeilen zu ICE, Januar 2026 in New York.
Drei Schüsse beendeten am 7. Januar das Leben der 37-jährigen amerikanischen Bürgerin Renee Good. Für die einen war der Einsatz der US-Einwanderungsbehörden eine notwendige Notwehr; für die anderen ein kaltblütiger Mord. Der Tod von Good durch die Hand eines ICE-Beamten in Minneapolis hat sich von einem lokalen Polizeieinsatz zu einer staatspolitischen Krise entwickelt.
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In den Medien gibt es dazu vereinfacht gesagt drei Darstellungen und damit drei verschiedene Realitäten.
Realität eins flimmert über die Sender der konservativen Echokammer. Auf Fox News wird eine verschneite Strasse in Minneapolis zur Frontlinie erklärt. Der Protagonist: ein tapferer ICE-Beamter, die «Thin Blue Line» gegen das Chaos. Sein Gegner: ein «weaponized vehicle». In dieser Erzählung ist der Schuss auf Renee Good kein Verbrechen, sondern Notwehr gegen die Gesetzlosigkeit. Der Subtext: «Sie kommen, um uns zu töten.»
Realität zwei wird auf CNN inszeniert. Hier ist die Szenerie identisch, aber das Licht ist ein anderes. Wir sehen einen Tatort staatlicher Willkür. Das Opfer ist Renee Nicole Good, Dichterin und Mutter. Der Schuss ist die logische Konsequenz des Trump-Faschismus, eine Exekution durch den entfesselten Polizeistaat. Der Subtext: Trump ist der Feind.
Und dann gibt es Realität drei, den europäischen Blick. In vielen Feuilletons von Berlin bis Zürich wird der Vorfall mit einer Mischung aus Arroganz und Horror als «Untergang der USA» vermittelt. Man stellt den Vereinigten Staaten den Totenschein aus: unregierbar, gewalttätig, am Ende. Und vermittelt, dass diese polarisierte Medienöffentlichkeit wohl bald auch Europa blühen könnte.Die Realität, die alles zusammenführt
Es ist verführerisch, hier stehenzubleiben und den Bankrott der Medienwelt zu erklären. Doch das wäre faul. Denn wer bereit ist, den Lärm der Empörungsmaschinen leiser zu drehen, findet eine vierte Realität. Sie ist unspektakulär und traurig. Sie steht unter anderem in der «Minnesota Star Tribune», der Lokalzeitung von Minneapolis.
Dort haben Reporter wie Liz Sawyer, Andy Mannix und Sarah Nelson eine Arbeit geleistet, die beweist, dass das «Betriebssystem Journalismus» noch intakt ist. Sie gruben ein Detail aus, das im internationalen Geschrei unterging: Der ICE-Beamte und Schütze, Agent Jonathan Ross, war erst sechs Monate zuvor bei einer fast identischen Kontrolle von einem flüchtenden Fahrzeug mitgeschleift und verletzt worden.

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