Frauen im Iran fuhren in letzten Monaten trotz Verbot vermehrt Motorrad. Bei Unfällen wurden sie rechtlich belangt. Jetzt gibt es Fahrerlaubnisse.
Stand: 04.02.2026, 22:32 Uhr
Von: Tadhg Nagel
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Frauen im Iran fuhren in letzten Monaten trotz Verbot vermehrt Motorrad. Bei Unfällen wurden sie rechtlich belangt. Jetzt gibt es Fahrerlaubnisse.
Teheran – Erstmals dürfen Frauen im Iran offiziell Motorrad fahren. Der erste Vizepräsident Mohammed Resa Aref unterzeichnete am Dienstag (3. Februar) einen entsprechenden Beschluss und bestätigte damit eine Ende Januar gefasste Kabinettsentscheidung. Die Regelung ist eine der bedeutendsten gesellschaftlichen Lockerungen seit Jahren.
Bislang war es Frauen zwar nicht ausdrücklich verboten, Motorräder zu fahren. Die Behörden stellten ihnen jedoch keine Fahrerlaubnisse aus. Diese rechtliche Grauzone hatte weitreichende Konsequenzen: Bei Unfällen wurden Frauen oft rechtlich belangt, selbst wenn sie keine Schuld trugen. In den vergangenen Monaten war die Zahl der Frauen auf Motorrädern dennoch stark gestiegen.
Der neue Beschluss verpflichtet die Verkehrspolizei nun, Frauen praktische Fahrstunden zu ermöglichen. Sie müssen außerdem eine schriftliche Prüfung ablegen können und erhalten anschließend eine reguläre Fahrerlaubnis für Motorräder und Roller.
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