Die US-Antidiskriminierungsbehörde EEOC ermittelt gegen Nike. Dem Sportartikelkonzern wird vorgeworfen, mit Diversitätsmaßnahmen weiße Mitarbeiter zu benachteiligen.
Die US-Antidiskriminierungsbehörde EEOC hat Ermittlungen gegen den Sportartikelhersteller Nike wegen mutmaßlicher Benachteiligung weißer Mitarbeiter eingeleitet. In einem am Mittwoch eingereichten Gerichtsdokument wirft die Behörde dem Konzern vor, die Herausgabe von Daten zu verweigern. Die „Equal Employment Opportunity Commission“ (EEOC) untersucht, ob Nike durch seine Programme für Diversität, Gleichstellung und Inklusion (DEI) gezielt weiße Angestellte und Bewerber diskriminiert hat. Dabei geht es unter anderem um die Frage, ob diese Gruppe von Entlassungen überproportional betroffen war.
Die Vorwürfe wurden nicht von Nike-Mitarbeitern erhoben, die sich ungerecht behandelt fühlten, wie es bei Untersuchungen durch die EEOC üblicherweise der Fall ist. Die Ermittlungen gehen auf eine sogenannte „Commissioner’s Charge“ zurück, die die EEOC-Chefin Andrea Lucas im Mai 2024 eigenständig initiiert hatte. Die vom Trump-Vertrauten Stephen Miller gegründete Organisation America First Legal hatte bereits während der Amtszeit von Biden Beschwerden gegen mehrere Großkonzerne, darunter Nike, bei der EEOC eingereicht.
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Deutschland — in German US-Behörde ermittelt gegen Nike wegen angeblicher Diskriminierung