Auftakt der Hollywood-Preissaison: Florian von Donnersmarck und Daniel Brühl schaffen es in die Globe-Finalrunde – und „A Star is Born“ gilt plötzlich als Favorit im Rennen um die goldenen Weltkugeln.
Das große Schaulaufen hat schon begonnen: In den kommenden Wochen bringt Hollywood großzügig Trophäen unters Kinovolk. Wenn am 24. Februar schließlich die Oscarsieger gekürt werden, dürfte die Liste der preisfähigen Titel ausgiebig hoch- und runterbuchstabiert worden sein – und auf die Oscars laufen alle vorherigen Zeremonien zu wie auf ein Nadelöhr.
Der Verleihung der Golden Globes kommt dabei eine besondere Bedeutung zu. Kaum einem Verband traut man einen so feinen Oscar-Riecher zu wie der Auslandspresse in Hollywood. Böse Zungen behaupten allerdings, dass die von gerade einmal rund 100 internationalen Journalisten veranstaltete Preisgala auch deshalb so sehr im Fokus steht, weil dabei am meisten Champagner fließt.
In diesem Jahr jedenfalls scheinen die Juroren gewillt, wieder stärker auf Publikumslieblinge zu setzen: Sowohl „A Star is Born“ mit Bradley Cooper und Lady Gaga als auch der Marvel-Blockbuster „Black Panther“ gehören zu den Favoriten um den besten Film. Genauso finden sich dort aber auch Spike Lees Rassismus-Komödie „BlacKkKlansman“, „Moonlight“-Oscar-Sieger Barry Jenkins mit der James-Baldwin-Verfilmung „Beale Street“ sowie der Queen-Film „Bohemian Rhapsody“.
In der Kategorie Musical / Komödie gilt die Politsatire „Vice“ (Hauptrolle: Christian Bale) mit sechs Nennungen als Favorit, gefolgt von „The Favourite – Intrigen und Irrsinn“ mit Emma Stone und „Green Book“ mit Viggo Mortensen (je fünf Nominierungen).

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