Array
Vor Netanjahus Vereidigung hatte das Parlament die neue Regierung gebilligt. 63 der 120 Abgeordneten der Knesset stimmten für die neue Regierungskoalition. Netanjahu hatte dem Parlament zuvor gesagt, sein oberstes Ziel sei es, « die Bemühungen des Irans um die Entwicklung eines Atomwaffenarsenals zu vereiteln » und « Israels militärische Überlegenheit in der Region sicherzustellen ».
Der 73-Jährige äußerte in der Knesset auch die Hoffnung, « den Kreis des Friedens mit arabischen Ländern zu erweitern ». Zu seinem Außenminister machte Netanjahu den Ex-Geheimdienstminister Eli Cohen, der eine wichtige Rolle bei der Normalisierung der Beziehungen zu mehreren arabischen Staaten gespielt hatte. Der ehemalige Armeekommandeur Joav Galant wird Verteidigungsminister.
Zum Parlamentspräsidenten wurde der frühere Justizminister Amir Ohana gewählt. Der 46-jährige ist der erste offen homosexuell lebende Mann in dieser Position in Israel.
Nach dem Sieg seiner Likud-Partei bei der Parlamentswahl am 1. November hatte Netanjahu sich die Unterstützung von ultraorthodoxen und ultrarechten Parteien gesichert. Zur neuen Regierung gehört nun auch die ultrarechte Partei Noam. Sie steht Angehörigen sexueller Minderheiten offen feindselig gegenüber. Hunderte Menschen protestierten am Donnerstag vor der Knesset gegen die neue Regierung, einige mit der Regenbogenflagge.