Die Welt schaute ängstlich auf Donald Trump. Einige erwarteten ein explizites Junktim zwischen der Ukraine-Hilfe und der Übernahme von Grönland. Der ganz große Knall bleibt zwar aus, doch Trump spielt mit seinen Drohungen.
Donald Trumps Sache ist Bescheidenheit nicht: In seiner Rede in Davos steigt er als « Mr. Bombastic“ der Weltwirtschaft ein: Inflation erfolgreich bekämpft, Steuern runter, Grenzen geschlossen und ein Wachstum, « wie es ein Land nie zuvor gesehen habe“ – die USA « das heißeste Land der Welt“. Man kennt diese völlig ausufernde Selbstbeweihräucherung, dieses schamlose Selbstlob, das seine gesamte Rede durchzieht.
Trump springt in seiner Rede ohne Zögern zwischen der Innen- und Außenpolitik, zwischen amerikanischen Arbeitnehmern und der großen Weltpolitik. Einen roten Faden hat sie wie immer nicht.
Eine viertel Stunde lang reiht er ein innenpolitisches und wirtschaftliches Superlativ an das nächste, unterlegt mit diversen Zahlen und Statistiken, bei denen es schwer fällt, den Wahrheitsgehalt zu überprüfen. Er schimpft zugleich auf die Biden-Ära, die der Nation unrentable Windräder und Deindustrialisierung beschert habe. Dann kommt er auf Europa und sehr schnell auf Deutschland zu sprechen.
Deutschland produziere 22 Prozent weniger Energie als 2017. Aber das liege nicht an Kanzler Merz, sondern an seinen Vorgängern: « Der leistet eine großartige Arbeit.“
Dafür schimpft Trump auf Europa, das durch Einwanderung nicht mehr wiederzuerkennen sei. Das großartige Band der Zivilisationen zwischen den USA und Europa sei bedroht. Er selbst fühle dieses Band auch persönlich, da seine Mutter aus schottischer Familie und sein Vater aus einer deutschen Familie stamme.
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Deutschland — in German Trump gibt den Mr. Bombastic der Weltwirtschaft und spielt mit Grönland-Drohung