Wie reagieren Deutschland und die EU auf Trumps Zollankündigung im Streit um Grönland? Reaktionen und aktuelle Entwicklungen im Liveblog.
Ungarn wird sich Außenminister Peter Szijjarto zufolge nicht an einer gemeinsamen EU-Erklärung zur Zukunft Grönlands beteiligen. Dies sei eine bilaterale Angelegenheit und kein Thema für die Europäische Union, sagt Szijjarto bei einem Besuch in Prag.
Der Handelskonflikt mit den USA ist auch für die deutsche Wirtschaft von Bedeutung. ZDF-Börsenexperte Frank Bethmann mit einer Einschätzung.
Eine Reaktion auf die Zolldrohungen von US-Präsident Donald Trump im Streit um Grönland ist nach den Worten des dänischen Außenministers Lars Løkke Rasmussen Sache der gesamten Europäischen Union. Dies sei keine alleinige Angelegenheit Dänemarks, sagte der Minister vor Journalisten in London. Die EU müsse über die Antwort auf die Drohungen entscheiden. Dänemark freue sich über die Unterstützung, die es erhalte, fügt er hinzu. « Wir haben rote Linien, die nicht überschritten werden dürfen. »
Beim Weltwirtschaftsforum in Davos wappnet sich die EU gegen die Zollpolitik von US-Präsident Trump. ZDF-Korrespondent Ulf Röller berichtet.
Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas warnt die USA im Streit um Grönland vor der Verhängung von Strafzöllen. « Souveränität ist kein Handelsgut », schreibt sie auf der Social-Media-Plattform X. « Wir haben kein Interesse daran, einen Streit anzufangen, aber wir werden unsere Position behaupten. » Europa verfüge über eine Reihe von Instrumenten, um seine Interessen zu schützen. Die Sicherheit in der Arktis sei ein gemeinsames transatlantisches Interesse, das man mit den US-Verbündeten besprechen könne. « Aber Zolldrohungen sind nicht der richtige Weg, dies anzugehen », fügt Kallas hinzu.
US-Präsident Donald Trump hat sich nicht dazu äußern wollen, ob er zur Übernahme Grönlands militärische Gewalt einsetzen würde. Auf die Frage, ob er Gewalt anwenden würde, um die zu Dänemark gehörende Insel in Besitz zu nehmen, antwortete Trump in einem kurzen Telefoninterview mit dem Sender NBC News: « Kein Kommentar ». Dies berichtete der Sender.
Trump hatte am Samstag angekündigt, zehn Prozent zusätzliche Einfuhrzölle auf Waren aus etlichen europäischen Ländern, darunter Deutschland, zu erheben, solange die Europäer den Kauf Grönlands durch die USA verhindern. Auf die Frage, ob er diesen Kurs durchziehen werde, sagte der US-Präsident dem Sender: « Werde ich – 100-prozentig. » Europa sollte sich eher auf den Russland-Ukraine-Krieg fokussieren – nicht auf Grönland, fügte der Republikaner hinzu.
Im Streit um Grönland hat US-Präsident Trump Deutschland und anderen Nato-Partnern Sonderzölle angedroht. Vizekanzler Klingbeil sagte nun, man lasse sich von den USA nicht erpressen
Die EU ist nach eigenen Angaben für den Fall gewappnet, dass der Grönland-Streit mit den USA zu einem neuen Zollkonflikt führt. Ein Sprecher der Europäischen Kommission bestätigte in Brüssel, dass theoretisch bereits am 7. Februar EU-Sonderzölle auf Wareneinfuhren im Wert von 93 Milliarden Euro fällig werden könnten.
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Deutschland — in German Trump kündigt Zölle an: Alles zum Grönland-Streit im Liveblog