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US-Bischöfe sprechen von tiefer gesellschaftlicher Krise: Zweiter tödlicher Vorfall binnen weniger Wochen

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Nach den tödlichen Schüssen auf den Krankenpfleger Alex Pretti in Minneapolis melden sich US-Bischöf:innen zu Wort. Sie rufen zu Gebet, Besonnenheit und Respekt vor der Würde jedes Menschen auf – in einer zunehmend aufgeheizten Lage.
Stand: 30.01.2026, 13:42 Uhr
Von: Oliver Marquart
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Nach den tödlichen Schüssen auf den Krankenpfleger Alex Pretti in Minneapolis melden sich US-Bischöf:innen zu Wort. Sie rufen zu Gebet, Besonnenheit und Respekt vor der Würde jedes Menschen auf – in einer zunehmend aufgeheizten Lage.
Minneapolis – Nach der Erschießung des Krankenpflegers Alex Jeffrey Pretti durch Bundesbeamte im US-Bundesstaat Minnesota melden sich immer mehr Kirchenleitungen zu Wort. Katholische wie anglikanische Bischöfe sprechen von einer tiefen gesellschaftlichen Krise – und mahnen zugleich die unveräußerliche Würde jedes Menschen an. Der 37-jährige Pretti, Intensivpfleger in einem Veteranenkrankenhaus und US-Staatsbürger, wurde am 24. Januar in Minneapolis im Zuge eines Einsatzes von Bundesbehörden erschossen.
Beteiligt waren nach Medienberichten Beamte der Einwanderungsbehörde ICE, der Grenzschutzbehörde CBP sowie Ermittler von Homeland Security Investigations (HSI). Es ist bereits der zweite tödliche Vorfall mit Bundesbeamten in der Stadt innerhalb weniger Wochen. Zuvor war die 37-jährige Renee Good bei einem anderen Einsatz von Beamten erschossen worden.
Videos in sozialen Netzwerken zeigen, wie Pretti die Beamten zunächst mit seinem Smartphone filmt und eine andere Person schützen will, die von Einsatzkräften zu Boden gestoßen wird. In den Aufnahmen ist zu sehen, wie Pretti mit Reizgas besprüht und anschließend zu Boden gerissen wird. Kurz darauf ziehen Beamte eine Waffe aus seiner Hüfte. Während Pretti am Boden kniet und von mehreren Beamten festgehalten wird, fallen Schüsse – zunächst aus nächster Nähe, dann weitere aus etwas größerer Distanz. Aufnahmen zufolge sind mindestens zehn Schüsse zu hören. Bundesbehörden sprechen von Notwehr. Detaillierte Erklärungen legten sie zunächst nicht vor.
Nach Analysen US-amerikanischer Medien ist auf den Videos nicht zu erkennen, dass Pretti die Waffe in der Hand hielt.

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