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Ukraine-Krieg: USA und Russland nehmen diesen seit 2021 eingefrorenen Kontakt wieder auf

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Die USA und Russland haben die Wiederaufnahme ihres seit 2021 unterbrochenen Dialogs hochrangiger Militärs vereinbart. | TAG24
Ukraine – Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) hat die offiziellen Verluste eigener Truppen seit Beginn des russischen Angriffskriegs vor knapp vier Jahren auf 55.000 getötete Soldaten beziffert.
Darunter fielen auch Berufssoldaten und Mobilisierte, sagte er dem französischen Sender France2 in einem Interview. Hinzu komme eine große Zahl von Menschen, die vermisst würden, sagte der mit den Tränen kämpfende Staatschef.
Während beide Kriegsparteien täglich gegnerische Verluste vermelden, legen sie höchst selten eigene Opferzahlen dar. Es gilt als sicher, dass sowohl Russlands Führung als auch die der Ukraine eigene Verluste herunterspielen und jene in den Reihen des Gegners erhöhen. Andere Schätzungen decken sich nicht mit den offiziellen Zahlen aus Moskau und Kiew.
Vor einem Jahr hatte Selenskyj die Verluste der ukrainischen Streitkräfte in einem Interview des britischen Journalisten Piers Morgan auf mehr als 45.000 gefallene und 390.000 verletzte Soldaten seit Kriegsbeginn beziffert.
Seinen neuen Aussagen nach zu folgern wären damit innerhalb eines Jahres etwa 9.000 getötete Soldaten hinzugekommen.
Alle relevanten Informationen zum aktuellen Geschehen in der Ukraine und Russland gibt es hier im TAG24-Newsticker.
Die USA und Russland haben die Wiederaufnahme ihres seit 2021 unterbrochenen Dialogs hochrangiger Militärs vereinbart.
Das teilte das Kommando der US-Streitkräfte in Europa nach Verhandlungen in Abu Dhabi mit.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) hat die offiziellen Verluste eigener Truppen seit Beginn des russischen Angriffskriegs vor knapp vier Jahren auf 55.000 getötete Soldaten beziffert.
Darunter fielen auch Berufssoldaten und Mobilisierte, sagte er dem französischen Sender France2 in einem Interview. Hinzu komme eine große Zahl von Menschen, die vermisst würden, sagte der mit den Tränen kämpfende Staatschef.
Die erneuten direkten Ukraine-Gespräche zwischen Moskau und Kiew unter US-Vermittlung sind aus Kiewer Sicht produktiv verlaufen.
« Die Arbeit war inhaltsreich und produktiv mit einer Orientierung auf konkrete Schritte und praktische Lösungen », schrieb der ukrainische Chefunterhändler Rustem Umjerow in sozialen Medien. Nach dem Dreiertreffen seien die Verhandlungen in Arbeitsgruppen fortgesetzt worden.
Die Gespräche im Ringen um ein Ende des Ukraine-Kriegs sollen am Donnerstag fortgesetzt werden, meldeten mehrere Medien unter Berufung auf den Nationalen Sicherheitsrat der Ukraine.
Nach einer ersten trilateralen Gesprächsrunde Mitte Januar hatten Vertreter der Kriegsparteien nun erneut direkt miteinander gesprochen. Die USA saßen wieder als Vermittler am Tisch. Die angekündigten zweitägigen Verhandlungen fanden trotz massiver russischer Angriffe in der Ukraine statt. Das osteuropäische Land verteidigt sich seit fast vier Jahren mit westlicher Hilfe gegen eine russische Invasion.
Die EU-Staaten haben sich nach schwierigen Verhandlungen auf die Konditionen für das neue riesige EU-Darlehen für die Ukraine verständigt.
Die in Brüssel erzielte Einigung sieht vor, dass die Ukraine mit dem Geld nur dann Rüstungsgüter in Ländern wie den USA kaufen können soll, wenn diese auf dem europäischen Binnenmarkt und in der Ukraine entweder gar nicht oder nicht zeitnah verfügbar sind, wie die derzeitige zyprische EU-Ratspräsidentschaft mitteilte. Für das Nicht-EU-Land Großbritannien ist eine Sonderregelung geplant.
Insgesamt will die EU die von Russland angegriffene Ukraine bis Ende 2027 mit weiteren 90 Milliarden Euro unterstützen – 60 Milliarden Euro davon sind für verteidigungsrelevante Ausgaben vorgesehen. « Die neue Finanzierung wird dazu beitragen, dass das Land der russischen Aggression weiterhin mit großer Entschlossenheit standhält », sagte der zyprische Finanzminister Makis Keravnos.
In der ostukrainischen Stadt Druschkiwka sind mindestens sieben Menschen durch russischen Beschuss getötet worden.
Weitere acht wurden verletzt, teilte der Gouverneur des Gebiets Donezk, Wadym Filaschkin, bei Telegram mit. Den Angaben nach schlugen Streubomben auf dem Marktgelände ein. Auf das Industriegebiet der Stadt habe das russische Militär zudem zwei Bomben abgeworfen und mehrere Gebäude beschädigt.
Filaschkin forderte die verbliebenen Einwohner erneut auf, in sichere Gebiete zu fliehen. Von zu Kriegsbeginn fast 54.000 Stadtbewohnern sollen nach Schätzungen noch etwa 19.000 geblieben sein. Die Frontlinie befindet sich nur rund 15 Kilometer von der Stadt entfernt.
Russlands Präsident Wladimir Putin hat in einem Videogespräch mit Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping Rückendeckung für seine Außenpolitik erhalten.
Beide Länder seien ein stabilisierender Faktor in der internationalen Politik und « demonstrieren Entschlossenheit » bei der Sicherung von Gerechtigkeit und der Wahrung der Ergebnisse des Zweiten Weltkriegs, sagte Xi russischen Nachrichtenagenturen zufolge.
Demnach ist zuletzt der Sekretär des russischen nationalen Sicherheitsrates, Sergej Schoigu, zu einem « Uhrenvergleich » nach Peking gereist. Schoigu, der als Verteidigungsminister auch jahrelang für den Krieg in der Ukraine verantwortlich war, habe den chinesischen Außenminister Wang Yi über die aktuellen Entwicklungen in Kenntnis gesetzt, teilte Xi mit.
Putin selbst erinnerte an die guten bilateralen Beziehungen zwischen Moskau und Peking und den sich stetig entwickelnden Handel.
Die zweite Gesprächsrunde zwischen der Ukraine, Russland und den USA über Auswege aus dem Ukraine-Krieg hat nach ukrainischen Angaben in Abu Dhabi begonnen.
Das teilte der Sekretär des nationalen Sicherheitsrates in Kiew, Rustem Umjerow, in seinen sozialen Netzwerken mit. Er hatte zuvor schon einen geplanten Gefangenenaustausch angekündigt. Zu Beginn habe es ein trilaterales Treffen gegeben, danach werde in Gruppen zu einzelnen Streitthemen beraten. Moskauer Nachrichtenagenturen bestätigten den Beginn.
Eine erste Runde in diesem Format hatte es Mitte Januar in der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate gegeben. Für die zwei Kriegsparteien war es der erste direkte Kontakt auf offizieller Ebene nach mehreren Monaten. Überschattet wird das zweite Treffen von russischen Luftangriffen, die mitten in einer Frostperiode die ukrainische Energieversorgung weiter zerstörten.
Nach der Wiederaufnahme der russischen Angriffe auf die Ukraine hat US-Präsident Donald Trump den russischen Präsidenten Wladimir Putin zur Beendigung des Krieges aufgerufen.
« Ich will, dass er den Krieg beendet », sagte Trump am Dienstag vor Journalisten im Weißen Haus. Auf die Frage, ob er enttäuscht sei, dass Putin die einwöchige Feuerpause nicht verlängert habe, antwortete Trump: « Ich würde mir das von ihm wünschen. »
Zugleich äußerte der US-Präsident sich anerkennend über Putin. Der Kreml-Chef habe « sein Wort gehalten », indem er die Angriffe auf Kiew und andere ukrainische Städte für den vereinbarten Zeitraum ausgesetzt habe. Eine Woche sei « viel », sagte Trump und fügte hinzu: « Wir nehmen alles, denn es ist dort wirklich sehr, sehr kalt. »
Durch einen russischen Drohnenangriff auf die südukrainische Stadt Saporischschja sind nach örtlichen Angaben mindestens zwei Zivilisten getötet worden.
Gebietsgouverneur Iwan Fedorow sprach von einem jungen Mann und einer jungen Frau, die beide 18 Jahre alt waren. Außerdem seien acht Menschen verletzt worden.
Ungeachtet schwerer russischer Luftangriffe auf die Ukraine planen Unterhändler aus Kiew und Moskau morgen (Mittwoch) ein zweites Treffen in Abu Dhabi.
Die USA sind an den Gesprächen in den Vereinigten Arabischen Emiraten als Vermittler beteiligt. Eine erste trilaterale Gesprächsrunde, um Möglichkeiten für ein Ende des Kriegs auszuloten, hatte Mitte Januar stattgefunden. Ein Termin am vergangenen Sonntag wurde verschoben.
Bei einem nächtlichen russischen Angriff ist nach ukrainischen Angaben ein monumentales Weltkriegs-Mahnmal beschädigt worden. Kulturministerin Tetjana Bereschna bezeichnete die Beschädigung der « Mutter-Heimat »-Statue am Dienstag in Onlinenetzwerken als « symbolisch und zynisch ».
Die 62 Meter hohe Stahl-Statue einer Frau, die ein Schwert und einen Schild in die Höhe reckt, war 1981 zur Erinnerung an den Sieg der Sowjetunion im Zweiten Weltkrieg eingeweiht worden. Sie ist Teil des Nationalen Museums der Geschichte der Ukraine im Zweiten Weltkrieg.
2023 wurden Hammer und Sichel von der kolossalen Statue entfernt als Teil einer Kampagne, Sowjetsymbole und russische Kultur aus dem öffentlichen Raum der Ukraine zu verbannen. Russlands Invasion im Februar 2022 hatte diesen Prozess beschleunigt.
Der Nato-Generalsekretär Mark Rutte ist zu einem Besuch in der von Russland angegriffenen Ukraine eingetroffen.
Auf Bildern, die der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj auf sozialen Netzwerken veröffentlichte, ist zu sehen, wie die beiden auf dem Unabhängigkeitsplatz in Kiew Grablichter am Mahnmal für gefallene Soldaten abstellen. Es sei wichtig, das Andenken derjenigen zu ehren, die ihr Leben für die Verteidigung ihrer Heimat geopfert hätten, schrieb Selenskyj dazu.
Ruttes Besuch kommt vor dem Hintergrund neuer schwerer russischer Angriffe auf zivile Objekte, speziell Energieanlagen in der Ukraine.
Vor einer neuen Verhandlungsrunde für ein Ende des Ukraine-Kriegs hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj neue russische Angriffe auf Energieobjekte beklagt.
Für Russland sei es wichtiger, die kältesten Tage des Winters zu nutzen, um Menschen zu terrorisieren, als sich der Diplomatie zuzuwenden, schrieb Selenskyj in sozialen Medien. Neun Menschen wurden seinen Angaben nach bei den Angriffen verletzt. Er forderte abermals Druck auf Russland und eine rechtzeitige Lieferung von Raketen für Flugabwehrsysteme.
Russland habe einen gezielten Angriff gegen Energieobjekte geführt, teilte Selenskyj mit. Dabei habe das russische Militär mehr als 70 Raketen und Marschflugkörper sowie 450 Kampfdrohnen eingesetzt.
Nach einer begrenzten Waffenruhe hat Russland die Energieinfrastruktur der Ukraine erneut massiv angegriffen.
Moskau habe ballistische Raketen, Marschflugkörper und Drohnen gegen Hochhäuser und Heizkraftwerke eingesetzt, schrieb Energieminister Denys Schmyhal bei Telegram. Er sprach vom « Versuch eines winterlichen Völkermords ».
Es habe sich ausschließlich um zivile Ziele gehandelt. Hunderttausende Familien, darunter Kinder, seien gezielt ohne Heizung in strengster winterlicher Kälte zurückgelassen worden, schrieb Schmyhal.
Die ukrainische Hauptstadt Kiew und die zweitgrößte Stadt Charkiw sind in der Nacht erneut zum Ziel russischer Raketen und Kampfdrohnen geworden.
Kiews Militärverwalter Tymur Tkatschenko berichtete auf Telegram vor russischen Attacken mit ballistischen Raketen. Die Agentur Ukrinform berichtete von mehreren Explosionen in der Metropole. Nach unbestätigten Medienberichten wurden zwei Wärmekraftwerke angegriffen.
Die deutsche Außenpolitik in der Ukraine ist nach russischer Darstellung von Rachegelüsten geprägt. « Die deutsche Regierung hat aufgehört, den Fakt zu verstecken, dass sie unserem Land gegenüber von der Besessenheit getrieben wird, Revanche für frühere Niederlagen zu nehmen », heißt es in einer am Montag veröffentlichten schriftlichen Mitteilung des russischen Außenministeriums im Nachgang der jährlichen Pressekonferenz von Minister Sergej Lawrow (75) zu Jahresbeginn.
Teil dieses « Revanchismus » sei die uneingeschränkte Unterstützung der Ukraine. Dort kämen 80 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs erneut massenhaft deutsche Waffen gegen russisches Gebiet zum Einsatz, kritisierte das Außenamt in Moskau. In Litauen sei die Bundeswehr bereits stationiert.
Sollte Berlin dieses aber in der Ukraine versuchen, würden die Soldaten – wie andere ausländische Truppen auch – als « legitime Ziele » bekämpft werden, heißt es zur Diskussion um die Beteiligung Deutschlands an einer internationalen Sicherheitstruppe nach einem Ende des Ukraine-Kriegs.
Trotz der für die Wochenmitte angekündigten neuen Verhandlungen über ein Kriegsende sind bei russischen Angriffen in der Ukraine nach Behördenangaben drei Menschen getötet worden.
Im Gebiet Donezk seien beim Einschlag einer Bombe auf ein Haus in der frontnahen Stadt Oleksijewo-Druschkiwka ein Vater und sein volljähriger Sohn ums Leben gekommen, teilte Gouverneur Wadim Filaschkin mit. Die Mutter, ihre 16 Jahre alte Tochter und ihr 11-jähriger Sohn wurden demnach verletzt.
Eine 38 Jahre alte Frau wurde Gouverneur Iwan Fedorow zufolge bei einem Drohnenangriff nahe der Großstadt Saporischschja im Südosten der Ukraine getötet. Eine 59-Jährige sei verletzt worden, teilte er mit.
Bei einem russischen Drohnenangriff auf die zentralukrainische Stadt Pawlohrad sind nach offiziellen Angaben mindestens 15 Menschen getötet worden.
Weitere sieben Personen seien verletzt worden, teilte die Minenleitung DTEK auf Telegram mit.
Bei russischen Drohnenangriffen auf die südukrainische Stadt Saporischschja sind nach Behördenhaben mindestens neun Menschen verletzt worden.
Militärgouverneur Iwan Fedorow sprach zunächst davon, dass eine Geburtsklinik getroffen worden sei und es sechs Verletzte gebe – darunter zwei Frauen, die dort zu einer Untersuchung gewesen seien. Fedorow veröffentlichte auch Fotos von einem verwüsteten Gebäude. Bei einem zweiten Schlag seien zwei Frauen und ein vier Jahre altes Kind verletzt worden, teilte der Militärgouverneur mit.
Nach einem Blackout am Samstag durch einen Ausfall von Leitungen dauerten die Arbeiten zur Wiederherstellung der Versorgung an. Im ganzen Land gab es Behörden zufolge weiter Notabschaltungen.
Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko berichtete, dass immer mehr Häuser wieder an die Heizungsversorgung angeschlossen würden. Demnach waren am Morgen noch rund 1000 Häuser in der Hauptstadt ohne Wärmeversorgung – nach 3500 Häusern am Vorabend.
Bei einem russischen Drohnenangriff in der Stadt Dnipro sind nach Behördenangaben in der Nacht zwei Menschen getötet worden. Ein Mann und eine Frau starben, wie Militärgouverneur Olexander Hanscha mitteilte.
Es sei ein Feuer ausgebrochen. Ein Haus sei zerstört, zwei weitere Gebäude seien beschädigt worden. Die ukrainischen Luftstreitkräfte meldeten insgesamt 90 russische Drohnenangriffe im Land, insgesamt habe es gut ein Dutzend Einschläge gegeben.
In der ukrainischen Hauptstadt Kiew sind nach einem großen Stromausfall weiterhin rund 2.600 Häuser ohne Heizung, wie Bürgermeister Vitali Klitschko am Samstagabend auf Telegram mitteilte. Selenskyj hatte kurz zuvor in seiner Videobotschaft noch mehr Tempo bei der Wiederherstellung der Versorgung angemahnt.
Grund für die massiven Probleme in vielen Teilen des Landes war ein Ausfall von zwei Leitungen zwischen Rumänien und Moldau und auf dem Gebiet der Ukraine, wie Selenskyj darlegte. Es sei ein Tag im Ausnahmezustand für die Regierung, das Energieministerium, die Energieunternehmen sowie regionale und lokale Behörden gewesen. « Die Ursachen werden derzeit untersucht », sagte Selenskyj.
Womöglich sei Vereisung der Leitungen der Grund für den Kollaps gewesen. « Derzeit gibt es keine Hinweise auf eine externe Einmischung oder einen Cyberangriff », sagte Selenskyj. Das Land habe auch seine Stromimporte erhöht. Das Energiesystem der Ukraine ist vor allem nach den vielen russischen Angriffen schwer beschädigt.
Nach dem Treffen des Russen Dmitrijew mit der US-Delegation teilte Selenskyj mit, dass Kiew nun konkrete Angaben zu weiteren Zusammenkünften in der nächsten Woche erwarte.
« Die Ukraine ist bereit, in allen Arbeitsformaten mitzuarbeiten. Wichtig ist, dass es Ergebnisse gibt », sagte er in seiner abendlichen Videobotschaft. Die für heute geplanten Verhandlungen in Abu Dhabi erwähnte er nicht.
An der Spitze der ukrainischen Delegation steht Verhandlungsführer Rustem Umjerow. Das russische Verhandlungsteam wird vom Chef des Militärgeheimdienstes, Igor Kostjukow, geleitet.
Russland erklärte sich vor dem Hintergrund der Verhandlungen auf Bitte von US-Präsident Donald Trump bereit, wegen der extremen Kälte und der ohnehin großen Schäden in Kiew und anderen Städten von neuen Angriffen auf die Energieinfrastruktur des Landes zeitweilig abzusehen.
Witkoff schrieb seinerseits, es habe produktive und konstruktive Gespräche mit Dmitrijew im Zuge des Vermittlungsversuchs der USA zur Lösung des Ukraine-Kriegs gegeben.
Das Treffen habe die Ansicht bestärkt, dass Russland darauf hinarbeite, Frieden in der Ukraine zu sichern. Von US-Seite waren laut Witkoff auch Finanzminister Scott Bessent, der Trump-Schwiegersohn Jared Kushner und Regierungsberater Josh Gruenbaum dabei.
Trotz der immer wieder als « konstruktiv » und « produktiv » beschriebenen zahlreichen Zusammenkünfte ist eine Einigung auf ein Friedensabkommen aber bisher nicht in Sicht. Zentral für Moskau sind Forderungen nach Gebietsabtretungen.
Vor neuen Verhandlungen an diesem Sonntag in Abu Dhabi über eine Beendigung des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine ist der Kreml-Unterhändler Kirill Dmitrijew (50) wieder in die USA gereist. « Wieder in Miami », schrieb der Vertraute von Kremlchef Wladimir Putin (73) bei Instagram und veröffentlichte dazu ein Bild von einer Friedenstaube.
Der US-Sondergesandte der Regierung von Donald Trump (79), Steve Witkoff (68), schrieb zu dem Treffen, es hätten produktive und konstruktive Gespräche mit Dmitrijew im Rahmen des Vermittlungsversuchs der USA zur Förderung einer Lösung des Ukraine-Kriegs stattgefunden. Man sei durch das Treffen bestärkt in der Ansicht, dass Russland darauf hinarbeite, Frieden in der Ukraine zu sichern. Von US-Seite waren laut Witkoff auch Finanzminister Scott Bessent, Trumps Schwiegersohn Jared Kushner und Regierungsberater Josh Gruenbaum dabei.
Russland hat nach einem erklärten vorübergehenden Verzicht auf den Beschuss von Energieanlagen dem Verteidigungsministerium zufolge seine Angriffe auf andere Ziele fortgesetzt.
Es seien von den ukrainischen Streitkräften genutzte Objekte der Verkehrsinfrastruktur und Munitionsdepots beschossen worden, teilte das russische Ministerium mit.
Die ukrainischen Luftstreitkräfte meldeten, dass Russland in der Nacht zum Samstag 85 Drohnen eingesetzt habe. Über Einschläge in Energieanlagen war demnach zunächst nichts bekannt. Auch Russland berichtete von abgewehrten ukrainischen Angriffen. Es seien unter anderem 47 Drohnen und 4 Gleitbomben abgeschossen worden. Zu Schäden machte das Ministerium wie immer keine Angaben.
Die Ukraine hat am Freitag die Evakuierung von Familien mit Kindern aus sieben Ortschaften in der nordöstlichen ukrainischen Region Charkiw angeordnet.
Es sei entschieden worden, « Familien mit Kindern zwangsweise aus sieben Dörfern der Gemeinde Stary Saltiw zu evakuieren », teilte der Leiter der Militärverwaltung der Region, Oleh Synegubow, am Freitag in Onlinediensten mit. In den Siedlungen hielten sich derzeit noch 25 Kinder auf, fügte er hinzu.
Die sieben Ortschaften liegen südlich der Stadt Wowtschansk, deren Einnahme die russische Armee Ende 2025 nach heftigen Kämpfen verkündet hatte. Die russische Armee attackiert die Ukraine seit Monaten täglich mit Drohnen und Raketen. Inmitten des eisigen Winters verstärkte Moskau zuletzt insbesondere seine Angriffe auf ukrainische Energieanlagen.
Russland hat nach Angaben des Kremls der Bitte von US-Präsident Donald Trump (79) um eine begrenzte Waffenruhe in der Ukraine bis Sonntag zugestimmt.
Dies solle eine günstige Atmosphäre für Verhandlungen schaffen, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow (58) nach Angaben der Nachrichtensendung « Westi » des Staatsfernsehens in Moskau. Auch Trump hatte zuvor gesagt, Putin folge dieser Bitte.
Andere russische Medien zitierten Peskow zunächst nur mit der Bestätigung einer Anfrage aus Washington. « Tatsächlich hat sich Präsident Trump mit einer persönlichen Bitte an Präsident Putin gewandt, für eine Woche bis zum 1. Februar auf Angriffe auf Kiew zu verzichten, um günstige Bedingungen für Gespräche zu schaffen », sagte Peskow der Nachrichtenagentur Interfax zufolge.
Staaten warnen vor der steigenden Gefahr eines nuklearen Unfalls in der Ukraine.
Die täglichen russischen Angriffe auf die Energieinfrastruktur des Landes hätten nicht nur Millionen Ukrainer der Winterkälte ausgesetzt, kritisierten zwölf Länder in einer Sondersitzung der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) in Wien. « Die Wahrscheinlichkeit eines Atomunfalls ist an den Abgrund der Realität gerückt », hieß es in einer gemeinsamen Stellungnahme der Staaten, darunter auch Deutschland.
Angriffe auf Umspannwerke und zunehmende Schäden am Elektrizitätsnetz würden die nukleare Sicherheit gefährden, hieß es von der Ländergruppe. Sie wies darauf hin, dass für den sicheren Betrieb von Atomkraftwerken eine verlässliche Stromversorgung notwendig sei.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) hat für eine mögliche begrenzten Waffenruhe mit Russland die Einstellung ukrainischer Attacken auf russische Objekte in Aussicht gestellt.
« Wenn Russland nicht auf unsere Energieanlagen feuert, dann werden wir ihre nicht angreifen », sicherte der Staatschef in einem Gespräch mit Journalisten zu. Zusicherungen aus Moskau lagen jedoch nicht vor.
Selenskyj zufolge sei der Vorschlag für eine derartige Waffenruhe von den USA gekommen. Einen direkten Kontakt zwischen Moskau und Kiew habe es nicht gegeben.
Bereits vor Trumps Ankündigung hatte es Spekulationen um eine begrenzte Waffenruhe gegeben – sowohl in der Ukraine als auch in Russland.
Nach Angaben des russischen Militärbloggers Romanov Light soll das Verteidigungsministerium in Moskau ein Verbot, ukrainische Städte und Energieanlagen zu beschießen, bereits am Donnerstagmorgen in Kraft gesetzt haben. Auch im Blog Rybar, der dem russischen Verteidigungsministerium nahesteht, wurden Gerüchte über eine bevorstehende Teil-Waffenruhe erwähnt.
Auf beiden Kanälen wurde eine mögliche Waffenruhe scharf kritisiert. Der Beschuss ziviler Infrastruktur gilt dort als legitimes Druckmittel gegen Kiew.
Selenskyj ist nicht der Einzige in der Ukraine, der die Ankündigung aus Washington mit einer gewissen Skepsis begegnete.
Der Bürgermeister von Lwiw, Andrij Sadowyj (57), rief seine Landsleute dazu auf, sich auf den Katastrophenfall vorzubereiten. Russland könne den Kälteeinbruch nutzen, um noch einmal eine schwere Angriffswelle zu starten.
Und wirklich ruhig blieb es in der Nacht tatsächlich nicht: Der ukrainische Gouverneur der umkämpften Region Saporischschja, Iwan Fedorow (37), teilte mit, dass es einen Drohnenangriff auf die Gebietshauptstadt gegeben habe.

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