Militärmanöver der USA und Südkorea sind für Nordkorea stets ein Dorn im Auge. Es ist ein Zugeständnis an Pjongjang, wenn beide Länder jetzt auf Grossmanöver verzichten.
Nach dem gescheiterten Gipfeltreffen des amerikanischen Präsidenten Donald Trump mit Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un in Hanoi senden die USA und Südkorea ein Zeichen der Entspannung. Die beiden Verbündeten erklärten am Wochenende, ihre bisher grössten gemeinsamen Militärübungen einzustellen und durch ein kleineres Manöver zu ersetzen. Das mehrwöchige Frühjahrs-Feldmanöver «Foal Eagle» sowie die parallel dazu laufende Kommandoschulung «Key Resolve» wurden in der Vergangenheit von Nordkorea stets scharf kritisiert.
Das neue Manöver «Dong Maeng» (Allianz) werde am Montag beginnen und neun Tage dauern, teilte das gemeinsame Truppenkommando in Südkorea am Sonntag mit. Es handle sich um eine Kommandoübung. Wie viele Soldaten auf beiden Seiten daran teilnehmen, war zunächst unklar. Die USA haben in Südkorea 28 500 Soldaten als Abschreckung gegen Bedrohungen durch Nordkorea stationiert.
Zur Begründung für die Beendigung der grösseren Manöver erklärte das Pentagon, der Schritt spiegele den Wunsch beider Länder wider, «Spannungen zu reduzieren und unsere diplomatischen Anstrengungen zu unterstützen, um die komplette Denuklearisierung auf der koreanischen Halbinsel» zu erreichen.
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Deutschland — in German Die USA und Südkorea ersetzen ihre Grossmanöver durch kleinere Übungen