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Corona-Ticker: Harte Einschnitte im November

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Kontakte müssen minimiert werden, Freizeiteinrichtungen und Lokale schließen. Die wichtigsten Ergebnisse des Corona-Gipfels im Live-Ticker.
Im Live-Ticker informiert NDR.de Sie auch heute über die Folgen der Corona-Pandemie für Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Hamburg. Das Wichtigste in Kürze: Überblick: Tabellen, Karten und Grafiken zu Corona im NordenHintergrund: So kommen unterschiedliche Fallzahlen zustandeCorona im Norden — Das NDR Info extra Die NDR Sondersendung zur Corona-Lage im Norden von heute Abend als Video-Mitschnitt:Niedersächsischer Fußballverband setzt Spielbetrieb ab Montag aus Der Niedersächsische Fußballverband wird seinen Spielbetrieb von Montag an (2. November) vorerst aussetzen. Das teilte der NFV nach einer virtuell anberaumten außerordentlichen Präsidiumssitzung mit. Damit folgt der Verband dem Ergebnis der Bund-Länder-Zusammenkunft, bei der Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sowie die Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten Regelungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie beschlossen hatten. Corona Thema in vielen NDR Fernsehbeiträgen Hier finden Sie eine Auswahl von TV-Beiträgen aus den NDR Regionalmagazinen, in denen es heute Abend um die Corona-Krise ging:Niedersachsen: Bis zu 1.200 Beamte für Kontaktverfolgung Das Land Niedersachsen will den Kommunen bis zu 1.200 Beamte zur Kontaktnachverfolgung bei Corona-Infizierten zur Verfügung zu stellen. Das kündigte Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) an. Weil sagte, oberstes Ziel aller nun beschlossenen Maßnahmen sei es, den exponentiellen Anstieg der Corona-Zahlen zu stoppen: «Wenn wir diese Linie weiterführen, dann sind wir bei Verhältnissen, die wünsche ich niemanden in unserem Land.»Oppositions-Kritik an Plänen für Kurzarbeitergeld Die geplante Verlängerung der Corona-bedingten Sonderregelungen zur Kurzarbeit stößt im Bundestag zwar auf breite Unterstützung — doch die Opposition hält die angepeilten Maßnahmen für nicht ausreichend. Linke und Grüne forderten bei der ersten Lesung des Gesetzentwurfs unter anderem, auch die Sonderregelungen beim Arbeitslosengeld auszuweiten. Die FDP vermisste Anreize zur Schaffung neuer Arbeitsplätze. Nach den Plänen der Bundesregierung sollen Unternehmen wegen der anhaltenden Corona-Krise auch im kommenden Jahr ihre Beschäftigten leichter in Kurzarbeit schicken können. Die Bezugszeit für das Kurzarbeitergeld soll auf bis zu 24 Monate verlängert werden, maximal bis Ende 2021. Darüber hinaus wird das Kurzarbeitergeld den Koalitionsplänen zufolge weiterhin von sonst 67 Prozent des Lohns auf 70 bis 87 Prozent erhöht — je nach Bezugsdauer und familiären Verhältnissen. Der Bundestag muss noch zustimmen. Weil: Maßnahmen alternativlos In Niedersachsen ist die Corona-Lage nach Worten von Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) immer noch entspannter als anderswo. Das Land sei bei den Fallzahlen 30 Prozent unter dem Bundesdurchschnitt, sagte Weil. Trotzdem würden auch hier die Zahlen deutlich nach oben gehen. «Immer größere Teile unserer Landkarte sind rot», sagte Weil. «Wenn wir es nicht schaffen, die Dynamik bei den Infektionen zu brechen, können wir uns ziemlich klar ausrechnen, wo wir dann Weihnachten stehen.» In Anbetracht der ernsten Situation seien die von den Ländern und dem Bund beschlossenen Maßnahmen ohne Alternative, betonte Weil. Während des neuen temporären Lockdowns sollen in Niedersachsen Schulen und Kindergärten möglichst uneingeschränkt geöffnet bleiben. «Neben dem Schutz von Leben und Gesundheit bei immer mehr Menschen ist es unser vordringlicher Wunsch, so lange wie irgend möglich Krippen, Kitas und Schulen im Präsenzbetrieb zu halten und den größten Teil der Wirtschaftsunternehmen weiterlaufen zu lassen», sagte Weil. Schwesig: Land braucht einen «Wellenbrecher» Es ist «ein harter Schritt, aber es hilft nichts», sagte Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) zu den massiven Einschränkungen, die Bund und Länder beschlossen haben. In spätestens 14 Tagen werde auch Mecklenburg-Vorpommern zum Risikogebiet, darauf müsse bereits jetzt reagiert werden., «Wir dürfen uns keiner Illusion hingeben.» Die zweite Welle der Infektionen sei da, «sie ist heftig und wuchtig», deshalb brauche das Land jetzt «einen Wellenbrecher». Die verschärften Maßnahmen werden deshalb auch in Mecklenburg-Vorpommern umgesetzt. Offene Schulen: Gewerkschaft fordert mehr Schutz für Lehrer Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) fordert nach dem Bund-Länder-Beschluss zur Offenhaltung von Schulen und Kitas einen besseren Schutz der Beschäftigten. Ein «Weiter so» dürfe es nicht geben, hieß es in einer Mitteilung der Gewerkschaft. «Wenn offene Schulen und Kitas höchste Priorität aus sozialen Gründen haben sollen, müssen Lehrkräfte und Erzieherinnen besonders geschützt werden.» Die GEW schlage vor, dem Rat des Robert Koch-Instituts zu folgen und in der Schule in kleineren Gruppen zu unterrichten, sagte die Gewerkschaftsvorsitzende Marlis Tepe. Sie forderte einen Wechsel von Präsenz- und Fernunterricht ab der fünften Klasse, wenn der sogenannte Inzidenzwert die Marke von 50 erreicht. Bremer Bürgerschaft zieht Sondersitzung vor Das Landesparlament von Bremen soll am kommenden Sonnabend über die neuen Einschränkungen im Kampf gegen die Corona-Pandemie beraten. Das kündigte Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD) an. «Wir haben in Bremen jedes Interesse daran, diese Probleme auch im Parlament zu diskutieren» sagte er. Die Sondersitzung der Bremischen Bürgerschaft wurde damit vorgezogen, bevor die von Bund und Ländern beschlossenen Maßnahmen am Montag in Kraft treten. Ursprünglich war die Sitzung erst für Dienstag geplant gewesen. Unternehmerverband: Regierung legt große Teile der Wirtschaft lahm Der Unternehmerverband Niedersachsenmetall hat die massiven Corona-Beschränkungen kritisiert. Die Bundesregierung schlage fundierte Erkenntnisse über einzelne Infektionsherde in den Wind und lege mit ihrer Corona-Politik ein zweites Mal große Teile des Wirtschaftslebens lahm, sagte der Verbandsgeschäftsführer Volker Schmidt. Dabei stehe bereits ein Großteil des Mittelstands auf der Kippe, jedes zweite Unternehmen allein in der niedersächsischen Metall- und Elektroindustrie stecke in den roten Zahlen. Günther: Schleswig-Holstein folgt Bund-Länder-Beschlüssen Schleswig-Holstein will die von Bund und Ländern beschlossenen Corona-Maßnahmen aus staatspolitischer Verantwortung voll mittragen. Das kündigte Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) in Kiel an. Zuvor hatten sich in einer Video-Schalte die Länderchefs und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) auf vorübergehende massive Beschränkungen des öffentlichen Lebens ähnlich wie im Frühjahr verständigt. Die Maßnahmen sollen vom kommenden Montag an bis Ende November gelten. Bremen registriert 206 Neuinfektionen In Bremen wurden im Vergleich zum Vortag 206 Neuinfektionen registriert. Das meldet die Gesundheitsbehörde. Der Sieben-Tage-Inzidenzwert ist damit auf 170,2 gestiegen — einen neuen Höchstwert.112 Covid-19-Patienten werden derzeit in Kliniken behandelt, vier neue Todesfälle in Zusammenhang mit Sars-CoV-2 wurden gemeldet. Am Dienstag waren 195 neue bestätigte Fälle veröffentlicht worden. Merkel: Neue Corona-Maßnahmen gelten bundesweit Die harten Corona-Maßnahmen, die Bund und Länder am Mittwoch vereinbart haben, gelten nach Angaben von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in ganz Deutschland. «Die Beschlüsse gelten bundesweit», sagte Merkel nach den Beratungen in Berlin. Alle müssten sie durch Allgemeinverordnungen umsetzen. Thüringen werde noch das Parlament befassen. «Aber so, wie es hier steht, gilt es bundesweit.» In den vergangenen Monaten waren die Bundesländer bei ihren Corona-Schutzmaßnahmen unterschiedlich vorgegangen. Immer wieder waren bundesweit einheitlichere Regeln gefordert worden. Rund 180 Kinder im Landkreis Rostock in Quarantäne Wegen Corona-Fällen in einer Kita und einer Schule müssen im Landkreis Rostock rund 180 Kinder in häusliche Quarantäne. In Bernitt sei der Grundschulteil der Regionalen Schule bis zum 9. November geschlossen worden, teilte der Landkreis mit. Dort habe es zwei Covid-19-Fälle unter den Schülern gegeben,110 Kinder, zwölf Lehrer und weitere Beschäftigte seien in Quarantäne. Die betroffenen Kinder und Mitarbeiter würden getestet, sofern sie Symptome entwickeln. Gottesdienste unter Hygieneauflagen erlaubt Trotz rasant steigender Corona-Infektionszahlen sollen Gottesdienste nach den Worten von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) weiterhin erlaubt sein. Allerdings müssten die Hygienekonzepte unbedingt eingehalten werden. Merkel verwies darauf, dass auch Schulen und Kitas offen seien sowie Geschäfte. Nach den Worten von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) sind Eingriffe in die Religions- und Versammlungsfreiheit besonders sensibel. Tschentscher: Beschlüsse gemeinsam gefasst Hamburg trägt alle von Bund und Ländern vereinbarten Verschärfungen der Corona-Regelungen mit. «Es gibt keine abweichenden Voten. Wir haben alle gemeinsam diese Beschlüsse gefasst», sagte Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) im Anschluss an die Videoschalte der Ministerpräsidenten mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU). Die Corona-Regeln im November Die neuen Regeln kommen dem Shutdown vom Frühling schon recht nah. Sie sollen am 2. November in Kraft treten — und vorerst bis Monatsende gelten. Derzeit 75 Prozent der Infektionen nicht zu verorten Die erneuten bundesweiten Corona-Beschränkungen sollen nach Angaben von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) die Ausbreitung des Virus wieder stärker unter Kontrolle bringen. Die Entwicklung sei inzwischen an einem Punkt, bei dem man bei 75 Prozent der Infektionen nicht mehr wisse, woher sie kämen, sagte Merkel nach Beratungen mit den Ministerpräsidenten der Länder. Man könne also nicht mehr sagen, dass bestimmte Bereiche nicht zur Ausbreitung beitrügen. Die Kanzlerin kündigte an, dass Bund und Länder zwei Wochen nach dem Inkrafttreten der Beschränkungen am 2. November die Auswirkungen bewerten wollen. Merkel spricht von «nationaler Kraftanstrengung» Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat die harten Beschlüsse von Bund und Ländern zur Eindämmung der Corona-Pandemie verteidigt. «Wir müssen handeln, und zwar jetzt», sagte die Kanzlerin nach Beratungen mit den Ministerpräsidenten der Länder. Es gehe darum, eine akute nationale Gesundheitsnotlage zu vermeiden. «Die Kurve muss wieder abflachen», sagte Merkel. Man brauche jetzt im November eine befristete «nationale Kraftanstrengung». Die Kanzlerin sprach von harten und belastenden Maßnahmen. Deutschland müsse eine «akute nationale Gesundheitsnotlage» vermeiden. Bund und Länder hatten sich zuvor auf vorübergehende massive Beschränkungen des öffentlichen Lebens ähnlich wie im Frühjahr verständigt. Die Maßnahmen sollen ab kommenden Montag bis Ende November gelten. Profisport ohne Zuschauer — kein Amateur- und Freizeitbetrieb Der deutsche Profisport darf wegen der steigenden Corona-Infektionszahlen im November nur ohne Zuschauer ausgetragen werden, das gilt auch für die Fußball-Bundesliga. Der Amateur- und Freizeitsportbetrieb wird zudem weitestgehend untersagt, wie Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder beschlossen. Wie finden Sie das? Stimmen Sie hier ab:Bund plant neue Corona-Nothilfen für Unternehmen Der Bund plant milliardenschwere Nothilfen für Unternehmen, die von den vorübergehenden Schließungen zur Eindämmung des Coronavirus betroffen sind. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur von Teilnehmern der Bund-Länder-Beratungen. Erstattet werden sollen Umsatzausfälle, die Finanzhilfe soll ein Volumen von bis zu zehn Milliarden Euro haben. Vorerst wohl keine touristischen Übernachtungsangebote Bund und Länder wollen touristische Übernachtungsangebote im Inland im November verbieten. Diese dürften nur noch für notwendige Zwecke wie zwingende Dienstreisen gemacht werden, beschlossen nach dpa-Informationen Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten bei einer Videokonferenz. Appell für Heimarbeit — wo immer möglich Bund und Länder fordern die Unternehmen angesichts hoher Corona-Infektionszahlen eindringlich auf, Heimarbeit zu ermöglichen — wo immer dies umsetzbar ist. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur von Teilnehmern der Beratungen von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sowie den Ministerpräsidenten der Länder.

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