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Der von den USA gefangen genommene Staatschef Venezuelas, Nicolás Maduro, soll am Montag einem New Yorker Bundesgericht vorgeführt werden. Dem 63-Jährigen würden um 12 Uhr Ortszeit (entspricht 18 Uhr Mitteleuropäischer Zeit) die gegen ihn erhobenen Anklagepunkte offiziell eröffnet, teilte das Gericht des Southern District in Manhattan am Sonntag mit. Maduro soll unter anderem wegen «Verschwörung zum Drogenterrorismus» und der Einfuhr von Kokain in die Vereinigten Staaten der Prozess gemacht werden.
Die EU-Kommission und 26 der 27 EU-Staaten fordern alle Akteure im Venezuela-Konflikt zur Zurückhaltung auf. Alle Beteiligten müssten eine Eskalation vermeiden und eine friedliche Lösung sicherstellen, heißt es in einer Erklärung, die von allen EU-Mitgliedern mit Ausnahme Ungarns getragen wird und auch im Namen der EU-Außenbeauftragten Kaja Kallas veröffentlicht wird. Die Achtung des Willens des venezolanischen Volkes sei der einzige Weg, in dem Land die Demokratie wiederherzustellen.
US-Präsident Donald Trump droht der venezolanischen Vizepräsidentin Delcy Rodríguez. Sie könne einen höheren Preis als der gefangen genommene Präsident Nicolas Maduro zahlen, «wenn sie nicht das Richtige tut», sagt Trump in einem Interview mit der Zeitschrift «The Atlantic». Rodriguez hat Maduros Amtsgeschäfte übernommen und betont, Maduro sei weiterhin Präsident des Landes. Sie hat Trumps Behauptungen widersprochen, sie sei bereit, mit den USA zusammenzuarbeiten. Rodriguez ist zugleich Ölministerin und gilt aufgrund ihrer Kontakte und ihrer Erfahrung als eine zentrale und pragmatische Führungsfigur in Venezuela.
Nach dem US-Angriff auf Venezuela hat es in mehreren Städten in Deutschland Proteste gegen die Attacke der USA gegeben. In München versammelten sich schätzungsweise 400 Menschen, wie eine Polizeisprecherin sagte. Die Demonstranten zogen durch die Straßen, es blieb den Aussagen zufolge friedlich. In Nürnberg versammelten sich einer ersten Einschätzung zufolge rund 120 Teilnehmer zu einer Kundgebung, in Düsseldorf protestierten rund 240 Menschen gegen den Angriff der USA auf Venezuela. Die Teilnehmer zogen durch die Innenstadt, bevor sie vor dem US-Generalkonsulat nahe dem Hauptbahnhof die Abschlusskundgebung abhielten.
Auch in anderen deutschen Städten waren für Sonntag Proteste angekündigt, unter anderem in Hamburg. Dort waren bereits am Samstagabend rund 300 Menschen auf die Straße gegangen.
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Deutschland — in German Rubio: "Geht den USA nicht um Venezuelas Öl" – Maduro wird Gericht...