Bis Ende Februar soll Ärzte ohne Grenzen den Gazastreifen verlassen. Die Hilfsorganisation weigert sich, Israel private Informationen über Ortskräfte preiszugeben.
Israel will die Einsätze der Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen (MSF) im Gazastreifen unterbinden. Das Diaspora-Ministerium teilte dazu mit, man habe «Schritte zur Beendigung der Tätigkeit von Ärzte ohne Grenzen im Gazastreifen» eingeleitet, weil MSF gegen ein neues Registrierungsverfahren verstoßen habe. Demnach seien keine Listen palästinensischer Ortskräfte vorgelegt worden. Die Organisation müsse das Gebiet bis zum 28. Februar verlassen, heißt es in der Mitteilung des Ministeriums.
Das neue Registrierungsverfahren solle demnach «legitime humanitäre Arbeit» ermöglichen und zugleich «den Missbrauch
humanitärer Strukturen für feindliche Aktivitäten und Terrorismus» verhindern. Die Vorgaben würden für alle in der Region tätigen Hilfsorganisationen gelten.
MSF teilte am Freitag mit, man habe entschieden, keine Liste der palästinensischen und internationalen Mitarbeitenden an israelische Behörden zu übermitteln.
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Deutschland — in German Israel will Einsatz von Ärzte ohne Grenzen im Gazastreifen stoppen